Pfandrückgabe in jedem Supermarkt +++ Glasbruchsichere Versandkartons +++ Ausgezeichneter Kundenservice
 

Was ist Craft Beer?

Craft Beer - Alles Wissenswerte zum Trend

Auch wenn der Bierabsatz in Deutschland im Jahr 2016 zuletzt erneut leicht rückläufig war, kommen ständig neue Biere auf den Markt. Sowohl im feinen Brauerei-Handwerk als auch in der industriellen Bierproduktion sucht man nämlich nach immer neuen Wegen, die Geschmacksnerven der Konsumenten in Deutschland und international vor eine neue Herausforderung zu stellen. Der Kreativität sind – trotz des deutschen Reinheitsgebotes – dabei kaum Grenzen gesetzt. Da kann man als Verbraucher schnell den Überblick verlieren. Wir von BeerJack haben Euch deshalb in diesem Artikel einige Informationen rund um die Frage „Was ist Craft Beer?“ zusammengestellt.

Was ist Craft Beer?

Der Craft Beer Begriff – Definition und Übersetzung:

Unter einem „Craft Beer“ versteht man im engeren Sinne solche Biere und Biersorten, die in kleinen, unabhängigen Bier-Manufakturen auf handwerkliche-, nicht-mechanische und somit traditionelle Art und Weise produziert werden. Der Begriff stammt - wie so häufig - aus dem Englischen. Im Deutschen verwendet man auch „Craft Bier“ oder „Craftbier“. Manch einer soll es sogar „Kraftbier“ nennen. Das Wort „Craft“ betont in der Übersetzung den Aspekt des „von Hand Gemachten“. Im In- und Ausland trifft man auch den Begriff „artisanales Bier“ an, der ebenfalls den handwerklichen Charakter unterstreicht und gegen den industriellen Herstellungsprozess abgrenzt.

Was sind die typischen Eigenschaften einer Craft Beer Brauerei?

In den USA wurde durch die Brewers Association (https://www.brewersassociation.org/) bereits eine Definition für Craft Beer Brauereien festgesetzt. Sie hebt die folgenden klassischen Charakteristika hervor:

Eine Craft Beer Brauerei ist…

  • klein. Dieses Attribut bezieht sich auf die im Vergleich zu Großbrauereien eher geringen jährlichen Produktionsausstoß – also die Mengenleistung der Brauerei.
  • unabhängig: dieses Merkmal bezieht sich auf die Eigentümerstruktur innerhalb der Craft Beer Brauerei. Normalerweise ist sie ganz oder zu mindestens 75% im Besitz des jeweiligen Brauers und folglich zu weniger als einem Viertel im Besitz oder unter der Kontrolle eines Unternehmens aus der Getränke- oder sogar Bierindustrie. Somit spielt die Eigenständigkeit des Craft Beer Brauers eine nicht unerhebliche Rolle.
  • traditionell: die Craft Beer Brauereien verbringen den Großteil Ihrer Zeit mit ihrer Kernkompetenz: der Herstellung von Craft Beer. Sie verwenden dabei traditionelle Zutaten und Verfahren in einem meist stark manuell ausgeprägten Produktionsprozess.

In der Realität muss man sich in der wachsenden, noch jungen Craft Beer Community jedoch eingestehen, dass die Definition von „Handcrafted Beer“ im weiteren Sinne bisher weder geschützt noch wirklich auf deutsche Verhältnisse angepasst ist und aktuell viele klassische Brauer auf den Craft Beer Trend aufzuspringen versuchen. Also ist es nicht weiter verwunderlich, dass es bei Verbrauchern bei der Frage „Was ist Craft Bier?“ zu Verunsicherung kommt. Es gibt eine Reihe von Begriffen, die dazu beitragen:

  • Hausbrauereien, häufig auch als „Brauhaus“ bezeichnet
  • Kleinbrauereien
  • Großbrauereien


Hier eine Vergleichstabelle:

Brauerei-Typ Industrielle Produktion? jährliche Produktionsmenge Ausschank in angeschlossenem Betrieb? Vertrieb? Biersorten
Hausbrauerei Nein häufig < 1.000 Hektoliter Ja lokal-regional Klassische Biere
Kleinbrauerei je nach Größe max. 50.000 Hektoliter Nicht zwingend regional-national Klassiker und Trendbiere
Großbrauerei Ja > 200.000 Hektoliter höchstens in Form eines Showrooms national-international Massentaugliche Biere


Wie passen da aber nun die Craft Beer Brauereien hinein? Sie haben aufgrund Ihres geringen jährlichen Produktionsausstoßes und ihrer nicht industriellen Produktionsweise am ehesten Gemeinsamkeiten mit den Hausbrauereien, die meist zu den Mikrobrauereien zählen. Der Vertrieb eines guten Craft Biers kann lokal erfolgen, z.B. über Craft Beer Spezialitäten Stores, die ihre Kunden häufig in Tastings an neue Bierstile heranführen. Wenn sich ein Bier jedoch außerordentlicher Beliebtheit erfreut, kann es durch den Onlinehandel auch international verfügbar gemacht werden. Die zentrale Rolle bei der Craft Beer Produktion nehmen jedoch die Themen „Kreativität“ und „Individualität“ ein. Klassische Biersorten und längst vergessene Bierstile werden widerbelebt oder aber vollkommen neu interpretiert, wobei die meisten anderen Brauereitypen dazu tendieren, die gewohnten Biergeschmäcker der Konsumenten zu bedienen.

Was sind spezielle Merkmale eines Craft Biers und wie erkenne ich es als Verbraucher?

Als Endkunde ist es gar nicht so einfach zu erkennen, ob es sich bei einer Flasche um ein Craft Beer Produkt oder um ein industriell erzeugtes Bier handelt. Und eins dürfte sicher sein: es wird in Zukunft wohl noch schwerer werden. Werfen wir einen Blick in die USA. Im Craft Beer Kontext kann man hier wohl kaum mehr von einem „Trend“ oder einer „Nische“ sprechen. Man muss wohl eher den Begriff „Bewegung“ benutzen. Wo Geld verdient wird, sichern sich immer auch die etablierten Firmen Ihren Anteil am Gesamtmarkt. Große internationale Marktteilnehmer - wie z.B. ABInbev - kauften in der Vergangenheit gleich reihenweise kleine, erfolgreiche Craft Beer Brauereien auf (z.B. Wicked Weed Brewing aus Asheville, North Carolina). Und dies ist kein rein amerikanisches Phänomen. In Deutschland beispielsweise vertreibt die Radeberger Gruppe über die Marke „Braufactum“ (https://www.braufactum.de/) in Kooperation mit Einzelhandelskonzernen wie der real-Supermarktkette eine eigene Craft Beer Linie und versucht das Thema Craft Beer so einer breiten Masse von Menschen zugänglich zu machen. Das Problem daran:

  • für Konsumenten, die gerne kleine oder lokale Craft Beer Brauereien unterstützen möchten, ergibt sich eine Intransparenz über die Herkunft des Produkts und dessen Philosophie.
  • für Craft Beer Brauereien entsteht zwar einerseits etwas mehr Aufmerksamkeit in der breiten Masse, gleichzeitig steigen aber auch die Markteintrittshürden und es wird aufwändiger zu kommunizieren, was genau ihr Produkt von dem aus dem Supermarkt unterscheidet.


Deshalb hat die Brewers Association in den USA jüngst ein Craft Beer Siegel ins Leben gerufen. Das Siegel darf ausschließlich von zertifizierten Craft Beer Brauereien auf Ihren Flaschen, Verpackungsmaterialien und Werbemitteln genutzt werden und soll so sicherstellen, dass Konsumenten sicher sein können, auch wirklich echtes Craft Bier zu konsumieren. Ob diese Herangehensweise sinnvoll ist, sei mit Blick auf die große Landschaft der in Deutschland verfügbaren Bio-Siegel der Lebensmittelindustrie mal dahingestellt. Wir von BeerJack behalten die Entwicklungen jedenfalls für Euch im Auge und informieren Euch gegebenenfalls über Veränderungen.

Wenn Ihr beim Einkauf Eures nächsten Craft Beers auf Nummer sicher gehen wollt, stattet doch einfach einem Craft Beer Store Eures Vertrauens einen Besuch ab oder wendet Euch an eine gute Online Ressource, um Euch näher zu informieren. Nachfolgend haben wir Euch für beide Optionen eine Liste zusammengestellt.

Wo finde ich in Deutschland Craft Beer-Spezialisten oder Tastings?

Ausgewählte stationäre Ladengeschäfte für Craft Beer in den zehn größten deutschen Städten
Stadt Name Adresse
Berlin LagerLager Pflügerstr 68, 12047 Berlin
München Biervana Hohenzollernstr. 61, 80796 München 
Hamburg Beyond Beer Weidenallee 55, 20357 Hamburg
Frankfurt a.M. Die Bierothek Frankfurt Skyline Plaza, Europa-Allee 6, 60327 Frankfurt am Main
Köln Craft Beer Corner Coeln Martinstr. 32, 50667 Köln
Stuttgart Kraftpaule Nikolausstr. 2, 70190 Stuttgart
Dresden Hopfenkult Görlitzer Str. 25, 01099 Dresden
Leipzig Getränkefeinkost Leipzig Härtelstraße 23, 04107 Leipzig
Dortmund Rudat GmbH Borussiastraße 26, 44149 Dortmund
Bremen Brolters Vor dem Steintor 140, 28203 Bremen
Ausgewählte professionelle Craft Beer Online Ressourcen und Informationen im deutschen Web

Was sind die Bestandteile und Zutaten eines Craft Beers?

Deutsche Craft Beere setzen auf Vielfalt und grenzen sich damit signifikant vom Einheitsbier ab. Möglich ist, was schmeckt. Nach diesem Credo entfaltet das Craft Beer gerade eine Renaissance des Bierbrauens in Deutschland. Aber hat Craft Beer wirklich gänzlich andere Zutaten als ein herkömmliches Bier? Wir geben Euch einen Überblick zu den klassischen und kreativen Craft Beer Zutaten.

Die "klassischen" Craft Beer Zutaten

  • Wasser: beim Brauwasser spielt der Weichheitsgrad eine Rolle, da er sich auf die gelösten Mineralien auswirkt und somit den Geschmack des Produktes beeinflusst.
  • Malz: das Malz entsteht bei der Verarbeitung des Braugetreides und kann je nach Sorte völlig unterschiedliche Farben aufweisen. Es beeinflusste somit nicht nur den Geschmack sondern auch das Aussehen des Bieres.
  • Hopfen: durch diese wundervolle Pflanze und Ihre tausenden von Inhaltsstoffen haben Brauer die Möglichkeit, Ihre Biere zu würzen. Durch die enthaltenen Öle erlangen die Biere dann Ihren - besonders bei Craft Beer - sehr interessanten Geruch und Geschmack.
  • Hefe: sie ist sozusagen der „Motor“ der Bierproduktion. Durch die Hefe entstehen im Produktionsprozess Alkohol und Kohlensäure im finalen Bierprodukt. Je nachdem, wann genau die Hefe zugesetzt wird, unterscheidet man zwischen untergärigem- oder obergärigem Bier. Sie wirkt sich aber auch auf das Aussehen des Produktes ab, nämlich in Abhängigkeit davon, ob die Hefereste aus dem Bier heraus filtriert werden oder nicht.  


Dem geneigten Leser wird nicht entgangen sein, dass diese Zutaten allesamt auch in herkömmlichem Bier enthalten sind. Was ist dann der Unterschied beim Craft Beer? Ganz einfach: die Mischung macht‘s. Craft Beer Brauer verfolgen den Ansatz, z.B. durch die Verwendung und Kombination mehrerer – in der industriellen Bierproduktion häufig lang vergessener – Hopfensorten einzigartige Aromen im Bier zu erzeugen. Auch über die Wahl der Malzsorte lassen sich fantastische neue Nuancen im Bier herstellen. Wenn man sich die Grundzutaten mal ansieht, dann lassen sich aus 40 Malzsorten sowie den in Summe rund 170 verfügbaren Hopfen- und 200 Hefesorten alleine durch deren Kombination bereits knapp 1,5 Millionen Biervarianten herstellen. Ansatzpunkt in der industriellen Bierproduktion ist häufig das Spielen mit der Bitterkeit des Hopfens im Bier, wohingegen bei der Craft Beer Zubereitung ein zentraler Ansatzpunkt der Produktion das Ausbalancieren der im Hopfen enthaltenen ätherischen Öle ausmacht. So lassen sich dem Bier ungewöhnliche und häufig besonders fruchtige Aromen hinzufügen, wie:

  • Stachelbeere
  • Zitrus
  • Holunder
  • Marakuja oder
  • Mango.

Die „kreativen“ Craft Beer Zutaten

Die Regelung, die fürs Bier nur vier Zutaten erlaubt – Hopfen, Hefe, Wasser und Getreidemalz – ist einigen Craft Beer Brauern ein Dorn im Auge, scheint es ihre Kreativität doch zu beschränken: Früchte, Gewürze, Kräuter – das alles ist nach deutschem Reinheitsgebot nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Die Verwendung nicht üblicher Zutaten ermöglicht es, die Anzahl der Geschmacks-Optionen nochmals deutlich zu vervielfachen. Folgende Beispiele verdeutlichen dies:

  • Orangenschalen verleihen zum Beispiel der belgischen Bierspezialität „Witbier“ einen außergewöhnlichen Charakter.
  • Kaffeebohnen in der Bierwürze können z.B. einem Porter-Bier passende dunkle Geschmacksnoten hinzufügen.
  • Blüten oder Kräuter wie Koriander geben dem Bier eine deutlich spürbare Würze.


Craft Beer, das auf solche Zutaten setzt, verstößt damit jedoch klar gegen das Reinheitsgebot. Deutsche Brauer, die sich jenseits der Grenzen des Reinheitsgebots bewegen, dürfen ihr Bier daher auch nicht „Bier“ nennen, sondern bleiben beim englischen Begriff „Beer“. Allerdings: Die meisten deutschen Craft Biere sind nach dem Reinheitsgebot gebraut. Denn auch das Reinheitsgebot erlaubt Millionen von Möglichkeiten, kreativ zu werden.

Wie funktioniert der Herstellungsprozess von Handcrafted Bier?

Wie bereits erwähnt, spielt die Auswahl der Zutaten eine sehr zentrale Rolle für die Entstehung des finalen Craft Beer Produktes. Egal ob deutsches Malz, englisches Malz, belgisches Malz oder z. B. Black Malt (tiefgeröstetes Malz mit sehr dunklen Geschmacksnoten, wie Kaffee oder Schokolade), der Brauer benötigt ein gutes Gespür für das Ausbalancieren der Geschmacksfarben.

Alles beginnt mit dem Gerstenmalz. Dieses wird in einem Mahlvorgang aufgebrochen und anschließend in einen Behälter gegeben. Nach der Zugabe von heißem Wasser weicht das Malz auf und gibt dabei Zucker ab. Dieser Vorgang dauert ca. 60 Minuten. Es entsteht eine Zuckerlösung, die sehr süß und klebrig ist. In einem weiteren Produktionsschritt wird diese gekocht und dabei Hopfen hinzugegeben. Während dieser Phase entstehen in dieser Masse eune Vielzahl weiterer Aromen. Ein Craft Beer braucht mitunter das Vier- bis Fünffache an Hopfen wie ein normales Bier. Daher toben sich deutsche Craft Beer Brauer z.B. gerne an der Biersorte IPA (Indian Pale Ale) aus, einem ursprünglich englischen Bierstil: Weil das IPA traditionell mit viel Hopfen eingebraut wird, bietet es mehr Möglichkeiten für verschiedene Aromen.
Für den nächsten Prozessschritt, die Fermentierung, ist dann die Umfüllung in den sogenannten Fermenter sowie die Zugabe von Hefe erforderlich. Dies setzt eine chemische Reaktion – den Gärprozess – in Gang, bei dem Alkohol entsteht. Während der Abfüllung wird durch die Zugabe von Zucker schließlich bewirkt, dass im Bier Kohlensäure entsteht. Sie dient dazu, die Vielfalt der Hopfenaromen richtig aus dem Bier heraus zu treiben – dies geschieht, wenn das Bier im Glas beim Endverbraucher angelangt.

Apropos Bierglas: lest unseren Artikel der Euch zeigt, welche Biergläser für den Craft Beer Genuss besonders geeignet sind.

Während diese Produktionsschritte in der industriellen Produktion hochgradig automatisiert sind und mit vollkommen standardisierten Zutaten gearbeitet wird, welche ihrerseits allesamt auf maximale Effizienz im Produktionsprozess ausgelegt sind, lautet das Schlüsselwort bei der Craft Beer Herstellung: „Authentizität“. Dem groß-industriellen Drang nach Vereinfachung, Skalierung sowie der Nutzung großer Einkaufsmengen für möglichst geringe Herstellungskosten wird in der Craft Beer Produktion sehr viel manuelle Tätigkeit und Liebe zum Detail entgegengesetzt. Die Verwendung bestimmter Zutaten lässt sich in der industriellen Produktion beispielsweise gar nicht gewährleisten. Der Doldenhopfen beispielsweise ist für die Produktion in Großbrauereien nicht gut geeignet, erfreut sich aber in kleinen Brauereibetrieben aktuell steigender Beliebtheit. Bierproduktionsmethoden wie das „Kalthopfen“ – auch bekannt als „Hopfenstopfen“ (hier wird der Hopfen erst nach dem Suden hinzugegeben) waren bereits fast in Vergessenheit geraten und erleben nun ein Revival. Im Gegensatz zur industriellen Produktion, wo durch die geschlossenen Systeme die Zwischenprodukte meist gar nicht mehr sichtbar bzw. wahrnehmbar sind, findet man in Craft Beer Brauereien häufig offene Gärtanks. Die Brauer haben ihr Produkt ständig im Auge, weil ihre Produktion einen sehr experimentellen Charakter aufweist. Sie ist zudem stark temperaturabhängig und der Brauer muss deshalb mit allen seinen Sinnen beim Produkt sein. Vor der Abfüllung sieht man manchen Craft Beer Brauer noch schnell selbst die Flaschen ein letztes Mal von Hand abspülen, damit auch wirklich sicher gestellt ist, dass sämtliche Anforderungen an die Einhaltung aller Hygienestandards gewährleistet sind.

Welche Craft Beer Sorten gibt es (in Deutschland und generell), welche werden am meisten getrunken?

Bei den Craft Beer Sorten einen vollständigen Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. In den USA existieren mittlerweile über 140 Bierstile. Wir haben Euch nachfolgend eine Kurz-Liste der bei uns im Shop gängigen Craft Beer Sorten zusammengestellt. Diese ist bei weitem nicht erschöpfend und Eurer Nachfrage sind praktisch kaum Grenzen gesetzt. Wenn Ihr bei uns bestimmte Biere schmerzlich vermisst, lasst uns das doch einfach unter info@beerjack.de wissen und wir schauen, was wir für Euch tun können. Die folgenden Craft Beer Sorten und Kategorien findest Du bei BeerJack (dargestellt in alphabetischer Reihenfolge) – ihr findet die Kategorien in der Hauptnavigation unter dem Menüpunkt „Biere“:

  • A wie: Alkoholfreie Craft Biere (z.B. als IPA)
  • B wie: Bockbiere
  • D wie: Dunkle Biere (z.B. Dark Ale)
  • G wie: Gose
  • K wie:
    • Kellerbier
    • Kölsch
  • L wie: Lager / Helles
  • P wie:
    • Pale Ale
    • Pils
    • Porter
  • S wie:
    • Stout
    • Strong Ale
  • T wie: Triple
  • W wie: Weißbier


Auch wenn das IPA in deutschen Craft-Beer-Sortimenten zu den am meisten gekauften Bieren gehört: auch Lagerbiere und Pils sind beliebte Spielwiesen für kreative Brauer. Sie orientieren sich dabei oft an den in Vergessenheit geratenen alten Bierstilen Europas. Aber auch Neuschöpfungen erweitern die Geschmacksvielfalt. Craft Beer mutet daher eine Exklusivität an, die den massentauglichen, herkömmlichen Bieren bisher fehlte. Vielleicht ist Craft Beer deshalb auch nicht nur Männersache: Nach Zahlen von Braufactum ist mehr als die Hälfte derer, die mehr als einmal Craft Beer gekauft haben, weiblich.
Zahlen zum Craft Beer Markt sind allerdings bislang leider ziemlich rar. Die amerikanische Brewers Association veröffentlichte in 2015 Zahlen zu den umsatzstärksten Craft Beer Sorten (Quelle: The Beverage Almanac - 2015 State of the Market Report). Die Liste weist den Anteil der jeweiligen Bierkategorie am Craft Beer Gesamtumsatz aus:

  • Indian Pale Ale (IPA) – 23%
  • Saisonale Craft Biere – 16,6%
  • Pale Ale – 10,6 %
  • Diverse Variationen – 7,8%
  • Amber Ale – 5,7%
  • Amber Lager – 4,9%
  • Bock – 4%

Was kostet Craft Beer?

Wenn Ihr Euch ein wenig mit dem Thema Craft Beer beschäftigt, werdet Ihr feststellen, dass es im Vergleich zu herkömmlichem Bier deutlich teurer ist. Ja, Craft Beer ist ein Premiumprodukt. Aber warum ist das so? Wenn ihr den Abschnitt zur Herstellung von Craft Beer gelesen habt, werdet ihr nachvollziehen können, weshalb die Craft Beer Brauer ihr Produkt nicht zu einem ähnlich günstigen Preis anbieten können wie die auf Effizienz in der Produktion getrimmten Großbrauereien. Auf www.beerjack.de kostet die günstigste Flasche (Stand November 2017) aktuell 0,99 €, die teuerste Flasche ca. 3,50 €. Das ist für Craft Beer Liebhaber aber keinesfalls ein No-Go, denn sie wissen die Kreativität und das Engagement der Brauer zu würdigen. Einen interessanten Umstand sollte man bei der Bewertung der Craft Beer Preise zudem nicht aus dem Age verlieren: in den USA besitzt Craft Beer laut der Brewers Association einen ungefähren Anteil am Gesamtbierumsatz von respektablen 12%. Allerdings werden von der US Craft Beer Industrie ca. 50% aller in den USA in der Bierindustrie Beschäftigten Personen gestellt. Die Craft Beer Industrie ist somit ein echter Jobmotor. Das mag auf den ersten Blick nach Ineffizienz klingen, aber da sich die Craft Beer Brauer in der Regel solider Geschäftsergebnisse erfreuen, tragen die Craft Beer Konsumenten dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden, die längst verloren geglaubt schienen.

Welches Craft Beer ist das Beste?

Beim Biertrinken gilt unserer Meinung nach immer noch eine gute alte goldene Regel: das beste Bier – und das gilt natürlich auch für Craft Beer – ist immer noch dasjenige, welches Du im richtigen Moment mit den richtigen Menschen genießt. Aber wir sehen ein, dass diese Aussage nur wenig weiter hilft, wenn man auf der Suche nach den Top Craft Bieren Deutschlands ist. Seit mehreren Jahren gehört es in der Craft Beer Szene deshalb zum guten Ton, das jährlich die besten und innovativsten Biere von einer erfahrenen Jury bestimmt werden. Seit mehreren Jahren richtet der Meininger Verlag jährlich den sogenannten Craft Beer Award aus und kürt dabei alle besonders gelungenen Biere. Wir haben für Euch die Ergebnisse der letzten Craft Beer Awards zusammengestellt – für einen ausführlichen Überblick besucht doch mal die Seite des Verlags – man kann dort eine Menge über Craft Beer lernen: https://www.meininger.de/de/craft-beer-award

Jahr Craft Beer des Jahres national Craft Beer des Jahres international Craft Brauer des Jahres national Craft Brauer des Jahres international
2017 Bourbon Barrel (Doppelbock) Grand Prestige Vatgerijpt Cognac Brauhaus Riegele The Boston Beer Company
2016 Augustus 8 (dunkler Weizendoppelbock) Samuel Adams Rebel Rouser (Imperial IPA) Brauhaus Faust The Boston Beer Company
2015 Camba Oak Aged Milk Stout Bourbon Terza Rima Dannata Ambrata Amber (Brown Ale im Belgian Style) Brauerei S. Riegele The Boston Beer Company


Auch in 2018 darf man wieder auf die neuesten Craft Beer Trends gespannt sein. Wir werden Euch über die Ergebnisse natürlich auf dem Laufenden halten.

Welche Trends sind im Craft Beer Markt zu erkennen?

Der amerikanische Craft Beer Markt

In den USA hat Craft Beer bereits ein gänzlich anderes Niveau erreicht als in Deutschland oder Europa. Bierfans finden dort mittlerweile weit über 140 verschiedene Bierstile und mehrere 10.000 verschiedene Craft Beer Marken. Diese werden in mehreren tausend verschiedenen Craft Beer Mikrobrauereien hergestellt. Es wird auch weiter mit einem starken Anstieg dieser Zahlen gerechnet, da der Craft Beer Trend sich aktuell noch stark ausbreitet und die Menschen ihre Liebe für lokale und regionale Produkte von hoher Qualität wiederentdecken. Damit ist das Craft Beer Angebot dort reichhaltiger als überall sonst auf der Welt. Vielleicht ein guter Grund, um im Zuge einer Genussreise mal einen Flug über den Atlantik zu buchen?

Der deutsche Craft Beer Markt

Auch im deutschen Craft Beer Markt entwickelt sich eine immer größere Community. Dadurch, dass allgemein gültige Definition und Kategorien von Unternehmen fehlen und die Industrie selbst bislang noch wenig gesamtheitlich organisiert ist, fehlen jedoch weitgehend Zahlen zur deskriptiven Statistik. Wir wagen dennoch die Prognose, dass die Anzahl der Mikrobrauereien und damit auch die Gesamtausstoßmenge an Craft Beer in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Vor allem in den größeren deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt a.M. und Köln und auch im Osten Deutschlands wächst mit großer Begeisterung eine Fangemeinde heran. Es gibt viele Stores, Tastings und auch eine wachsende Zahl von Heimbrauern. Falls Ihr selbst auch Euer Glück versuchen wollt, erläutern wir Euch wie auch in unserem Artikel, wie Ihr Euer Bier selber brauen könnt und was es dabei zu beachten gibt.

Was ist Craft Beer? – Fazit und Zusammenfassung

Craft Beer...

  • besitzt in Deutschland aktuell noch keine einheitliche Definition.
  • wird meist in kleinen Mengen gebraut (verglichen mit den bekannten Großbrauereien). Die Craft Beer Brauereien fallen daher zum Großteil in die Kategorie „Mikrobrauerei“.
  • wird handwerklich hergestellt. Bei größeren Mengen wird aber selbst das Craft Beer häufig nicht mehr per Hand abgefüllt, das wäre unwirtschaftlich.
  • enthält hochwertige Rohstoffe. Craft Beer Brauer verzichten beispielsweise auf industriell hergestellte Zutaten wie Hefeextrakt, sondern greifen auf die natürliche Variante zurück und können so im Produkt eine enorme Aromenvielfalt erzeugen. Craft Beer enthält bis zu 8.000 verschiedenen Aromen. Das sind mehr Aromen als man in komplexen Weinen vorfindet.
  • ist ein kreatives Produkt: es werden neue Aromen, Rezepte oder auch Zutaten ausprobiert oder alte Bierstile wiederbelebt. Bei der Einhaltung des Reinheitsgebots verfolgen Brauer unterschiedliche Strategien. Ein kleiner Teil von Brauern gibt Zutaten, wie Kräuter ins Bier und verstößt damit bewusst gegen das Reinheitsgebot. Dies betrifft aber insgesamt einen eher geringen Prozentsatz aller produzierten Craft Biere.
  • ist gekennzeichnet durch eine enge Verbundenheit mit seinem Brauer oder seiner Brauerin: Diese stehen im wahrsten Sinne hinter ihrem Bier, selbst wenn es ums Spülen geht.
  • zielt nicht primär darauf ab, den Massengeschmack zu bedienen. Es geht um „Authentizität“ und „Individualität“.
  • ist etwas für Genießer, denn all die genannten Eigenschaften machen Craft Beer zu etwas Besonderem.


Wenn wir Euch für den Versuch eines Craft Beer begeistern konnten, dann schaut doch einfach mal auf unserer Seite https://www.beerjack.de/bierboxen/ vorbei – dort erleichtern wir Euch den Einstieg in die Craft Beer Welt mit tollen Bierboxen und Starterpaketen. Stay Hoppy!