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Bier richtig lagern: Eine Kunst für sich

28.02.2018

Frisch schmeckt der Gerstensaft immer noch am besten. Wie die meisten Lebensmittel lässt sich auch Bier nicht unbegrenzt lagern; im Durchschnitt sind es 3 bis 6 Monate. Einige Biersorten wie Doppelbock oder Gerstenweine lassen sich sogar mehrere Jahre aufbewahren. Hinweise darauf, wie lang Du ein Bier lagern kannst, findest Du häufig auf dem Etikett der Bierflasche. 

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein guter Hinweis darauf, wie lange ein Bier genießbar ist. Häufig wird es von Konsumenten aber falsch interpretiert:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt nur an, dass das Bier bis zu diesem Tag ohne Qualitätseinbußen oder Beeinträchtigungen im Geschmack genossen werden kann – die richtige Bierlagerung vorausgesetzt. Das MHD bedeutet nicht, dass ab diesem Tag gesundheitliche Risiken beim Verzehr bestehen.


Ein Bier, das an Qualität eingebüßt hat, erkennst Du in der Regel an seinem schalen Geschmack. Übrigens: Für die Qualität eines Bieres sind nicht nur die Verpackung und das Verbrauchsdatum ausschlaggebend. Wahre Bierkenner prüfen auch die Schaumkrone. Feinblasig und stabil muss sie sein, damit der Geschmack stimmt.

Inhaltsverzeichnis

    Bier mag es kühl

    Eines haben alle Biersorten aber gemeinsam: Sie mögen es kühl. Ein kühler und trockener Keller ist für ein normales Bier der ideale Lagerort. Denn es verträgt weder hohe Temperaturen noch Sonnenlicht. Die ultravioletten und blauen Bestandteile des Sonnenlichts lassen Bier schnell verderben. Deswegen wird Bier in grüne oder braune Flaschen abgefüllt. Das farbige Glas lässt kaum Licht bis zum Bier durch. Wieso das so wichtig ist?

    Trifft Licht auf Bier, entsteht der sogenannte Lichtgeschmack, der das Getränk ungenießbar macht. Das Licht bewirkt, dass sich die Bitterstoffe aus dem Hopfen in 3-Methyl-2-buten-1-thiol (MBT) verwandeln. Der Stoff ist schwefelhaltig und riecht unangenehm. Chemisch ist er mit dem Analdrüsensekret der Stinktiere verwandt – keine schöne Vorstellung. Traditionelle Braumeister setzen eher auf braune Flaschen, da grüne Flaschen mehr ultraviolettes Licht durchlassen. Und nichts fürchten Brauer mehr als den Stinktiergeschmack.

    Bier, das Du bald verzehren möchtest, kannst Du gut im Kühlschrank lagern. Allgemein gilt, dass die optimale Temperatur für Bier während der Lagerung bei 10 bis 12,8 °C liegt. Im Kühlschrank herrschen zwar niedrigere Temperaturen (etwa 5 bis 10 °C), aber für die kurzfristige Lagerung geht das in Ordnung. Die Zonen mit den höchsten Temperaturen sind im Kühlschrank das obere Fach und die Kühlschranktür – dort solltest Du Dein Bier aufbewahren. Ein voller Kühlschrank ist übrigens besser zur Lagerung. Die Biere und/oder andere Lebensmittel wirken wie Kühlakkus, die beim Öffnen des Kühlschranks verhindern, dass viel warme Luft von draußen hineinströmt. Hohe Temperaturen beschleunigen beim Bier den Alterungsprozess, weswegen Du Dein Bier keinen großen Temperaturschwankungen aussetzen solltest. 

    Der Balkon ist in den kühleren Monaten nicht unbedingt der ideale Ort für die Bierlagerung. Denn dort ist das Bier zu stark der Sonne ausgesetzt und Minusgrade bekommen ihm auch nicht: Schon bei unter 2 °C kann es bei Bier zur Kältetrübung kommen. Wird es nur kurzzeitig bei solch tiefen Temperaturen gelagert, geht die Trübung wieder zurück. Bei längerer Lagerung bleibt sie aber bestehen und das Bier wird bitter. Zudem können Bierflaschen bei unter -2 °C platzen. 

    Generell gilt: Auch wenn ein Bier die beschriebenen Geschmacksfehler entwickelt hat, ist es nicht gesundheitsgefährdend.

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    Bierflaschen außerhalb des Kühlschranks lagern

    Für eine längerfristige Bierlagerung ist der Kühlschrank nicht empfehlenswert, da die dehydrierende Umgebung eventuell den Kronkorken beeinträchtigt. Für Sammler empfiehlt sich deshalb ein Bierkeller oder ein spezieller Bierkühlschrank, an dem die gewünschte Temperatur eingestellt werden kann. Die Lagertemperatur hängt von der Biersorte ab

    Die meisten Biere mit einem mittleren Alkoholgehalt fühlen sich in einem Temperaturbereich zwischen 10 und 12,8 °C wohl. Das entspricht ungefähr der Kellertemperatur. Starke Biere mit hohem Alkoholgehalt wie dunkle Biere oder Tripel mögen es mit 12,8 bis 15,5 °C etwas wärmer. Häufig entspricht das der Raumtemperatur. Leichtere Biere wie Lagerbier, Pils oder Weizenbier profitieren von einer Lagertemperatur zwischen 7 und 10 °C, was den Verhältnissen im Kühlschrank entspricht. Die optimale Biertemperatur für alle Sorten gibt es also nicht. Ein Kompromiss ist die Bierlagerung zwischen 10 und 12,8 °C. In diesem Temperaturbereich halten sich alle Biere gut.

    Einen Einfluss auf die Dauer der Bierlagerung hat auch, ob es sich um ein obergäriges oder untergäriges Bier handelt. Obergärige Bierarten wie Kölsch oder Altbier sollten schnell aufgebraucht werden, während sich obergärige Biere wie das beliebte Pils auch länger lagern lassen.

    Selbstgebrautes Bier lagern

    Die Frage, wie lange selbstgebrautes Bier aufbewahrt werden kann, ist aufgrund der Vielzahl an Einflussfaktoren nicht einfach zu beantworten. Wenn immer sauber gearbeitet wurde und das Bier mindestens einen Alkoholgehalt von 5 % hat, dann lässt es sich gut 3 bis 6 Monate lagern. Je höher der Alkoholgehalt ist, desto länger hält sich der Geschmack. Biere mit einem Alkoholgehalt von über 8 % lassen sich wie ein guter Rotwein behandeln. Durch die noch aktiven Hefezellen können sie im Keller weiter reifen. Gerade bei dunklen, malzbetonten Biersorten lohnt es sich, eine lange Bierlagerung auszuprobieren. 

    Schmeckt Dein selbstgebrautes Bier nach dem Lagern nicht mehr, dann schütte es einfach weg, auch wenn sich keine gesundheitsgefährdenden Keime bilden. Ansonsten gilt für selbstgebraute Biere ähnlich wie für industriell hergestellte: dunkel, trocken, im Stehen und je nach Biersorte bei einer konstanten Temperatur zwischen 4 und 10 °C lagern. Da in selbstgebrautem Bier noch Bierzellen aktiv sind, weil es nicht gefiltert ist, musst Du vor allem auf kühle Lagerung achten, da die Bierflaschen ansonsten sogar platzen können.

    Reifung durch Holzfässer

    Ein Sonderfall ist die Holzfasslagerung. Das Barrel Aging ist in der Craft-Beer-Szene sehr beliebt. Das Bier reift in einem Holzfass oder in Kontakt mit Holz, damit es einen einzigartigen Geschmack entwickelt. Zum Einsatz kommt die Methode vor allem bei Lager-, Ale- und Hybrid-Bieren. Meistens wird Eiche für das Fass genommen, aber auch Apfel, Erle oder Walnuss finden Verwendung. Viele Fässer sind zudem im Inneren verkohlt („charred“) oder geröstet („toasted“), um den Geschmack des Holzes zu verstärken. Holzart, Toasting-Verfahren und Lagertemperatur haben Einfluss auf Geschmack, Aromastoffe und Farbe. Das Bier muss je nach Sorte und je nachdem, wie lange die Hefezellen weiter reifen sollen, nicht unbedingt die gesamte Zeit kühl lagern. Holzfässer gehören aber auf jeden Fall auf Fasslager und Fass-Schließen, damit sie nicht beschädigt werden.

    Das Keg

    Das Mehrwegfass (Keg) für Bierlagerung und Ausschank hat sich vor allem in der Gastronomie durchgesetzt. Aber auch im privaten Bereich sind zunehmend kleine Zapfanlagen mit entsprechenden Vorrichtungen zu finden. Auch für Kegs gilt, dass sie kühl und dunkel gelagert werden sollten. Angezapfte Bierfässer sollten möglichst innerhalb von zwei Wochen geleert werden. Wie lange sich das Bier im angezapften Keg hält, hängt von der Fassanlage und der Fasskühlung ab. Spezielle Fasskühler sorgen für die optimale Temperatur während der Lagerung.

    Bier mag es aufrecht

    In privaten Kühlschränken sieht man oft das Bier liegend lagern. Wenn die Biere bald verzehrt werden, ist das auch nicht weiter problematisch. Aber wenn Du es länger lagern möchtest, sollten die Bierflaschen aufrecht stehen. Das sorgt dafür, dass nur eine kleine Oberfläche des Bieres Kontakt mit der in der Flasche eingeschlossenen Luft hat. Wieso das wichtig ist? Die Gleichung lautet einfach: „Weniger Luftkontakt = weniger Oxidation des Bieres.“ Durch die verminderte Oxidation ist das Bier länger haltbar.

    Bier aufrecht zu lagern bietet weitere Vorteile: Die Hefesedimente setzen sich auf dem Boden der Bierflasche ab statt einen Hefering oder Wasserzeichen an der Flaschenwand zu bilden, wodurch sie beim Ausschenken leicht aufgewirbelt werden. Außerdem kommt das Bier bei der aufrechten Lagerung nicht mit dem Korken in Kontakt – das würde den Geschmack beeinträchtigen.

    Bier gehört ausgetrunken

    Immer wieder kommt unter Biertrinkern auf die Frage: Wie schnell muss ein geöffnetes Bier ausgetrunken werden? Die Antwort ist klar: Ein geöffnetes Bier gehört ausgetrunken und sollte nicht noch einmal gelagert werden. Ähnlich wie bei Limonaden ist die Kohlensäure der Grund: Ist das Bier geöffnet, verdunstet diese schnell. Auch wenn nur ein Tag vergangen ist, erhältst Du ein Bier, das nur noch mäßig schmeckt. 

    Wenn Du das Bier, aus welchen Gründen auch immer, nicht austrinken magst, gibt es andere Verwendungsmöglichkeiten – in der Küche und anderswo. So lässt sich offenes Bier fürs Kochen und Backen verwenden – beispielsweise für Brot. Als Haarkur sorgt es für superweiche Haare, und Gartenfreunde wissen: Bier hält Schnecken davon ab, sich über Deinen Salat herzumachen.

    Zusammenfassung

    Deine neu entdeckte, wohlschmeckende Craft-Beer-Sorte würde sich so schön im Küchenregal machen. Aber genau dort gehört sie nicht hin. Obwohl es feine Unterschiede zwischen den Biersorten bezüglich ihrer Lagerung gibt, haben sie alle etwas gemeinsam: Alle Biere mögen es trocken, kühl, dunkel und stehend. Wenn Du Dich an diese vier Punkte hältst, kann nicht viel schiefgehen.

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