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Jetzt wird’s geschmackvoll: Die Neuerfindung alkoholfreier Biere

21.01.2018

Wie bitte – alkoholfreies Bier kann gut schmecken? Allerdings! Wer das noch nicht wusste, sollte seine Geschmacksnerven dringend auf den neuesten Stand bringen. Die experimentierfreudige Craft-Beer-Szene erweitert ihr Know-how über die aromatischsten Hopfensorten und die schonendsten Herstellungsprozesse stetig und hat damit in den letzten Jahren beste Voraussetzungen dafür geschaffen, alkoholfreies Bier endlich aus seinem Schattendasein zu befreien. Doch wie wird Bier ohne Alkohol eigentlich hergestellt? Ist es wirklich so gesund, wie man ihm nachsagt? Wie viele Kalorien hat es? Darf man es auch in der Schwangerschaft trinken?

All die Fragen, die du schon immer zu alkoholfreiem Bier stellen wolltest, beantworten wir in diesem Guide. Natürlich verraten wir dir auch, welche alkoholfreien Craft-Beer-Spezialitäten du unbedingt probieren solltest. Mach dich bereit für eine erhellende Reise zu den kleinen Brauereien, die das alkoholfreie Bier gerade neu erfinden!

Inhaltsverzeichnis

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    Was ist alkoholfreies Bier?

    Vorneweg: Ein bisschen gemogelt ist das ja schon mit dem „alkoholfreien“ Bier. Denn auch die alkoholfrei genannte Variante des Gerstensaftes hat einen Alkoholgehalt von bis zu 0,5 % vol. Den Prohibitionisten, die nun auf die Barrikaden gehen wollen, sei gesagt:

    Die geringe Menge an Alkohol in alkoholfreiem Bier hat einen kaum messbaren Einfluss auf den menschlichen Organismus und macht somit auch nicht betrunken.


    Alle Zweifel daran hat das Institut für Rechtsmedizin an der Universität Freiburg anhand eines Trinkversuchs im Jahr 2010 ausgeräumt: Die Probanden tranken innerhalb einer Stunde 1,5 Liter alkoholfreies Bier mit einem Alkoholgehalt von bis zu 0,42 % vol. Anhand von Blutproben von 67 Testpersonen ließ sich feststellen, dass dabei maximal 0,0056 Promille erreicht wurden.

    Um in etwa dieselbe Menge Alkohol aufzunehmen wie mit einer Flasche alkoholhaltigem Bier, müsste man also rund 15 Flaschen alkoholfreies trinken – der stetige Abbau von etwa 0,1 Promille pro Stunde ist sogar noch außen vor gelassen. Die Craft-Beer-Bewegung hat zwar dazu beigetragen, dass alkoholfreie Biere heutzutage den „echten“ geschmacklich in nichts mehr nachstehen – aber so viel dürften selbst die größten Alkoholfrei-Fans kaum runterbekommen.

    Ausgewiesen werden muss der geringfügige Alkoholgehalt des alkoholfreien Biers rein rechtlich übrigens nicht. In der Praxis ist es jedoch gängig, ihn anzugeben. Bei einigen Herstellern prangen sogar stolze 0,0 % vol. auf dem Etikett – was für all diejenigen gut ist, die trotz der kaum nachweisbaren Auswirkungen auf jede Spur von Alkohol verzichten möchten.

    Während in Deutschland der Grenzwert für die Bezeichnung „alkoholfrei“ bei 0,5 % vol. liegt, gelten in anderen Ländern abweichende Regeln: Spanien, Italien und Frankreich etwa erlauben 1,0 % vol. Alkoholgehalt und mehr. Strenger sehen es hingegen die Behörden im Vereinigten Königreich: Um als alkoholfrei zu gelten, muss ein Bier dort weniger als 0,05 % vol. enthalten. Bei einem Alkoholgehalt von 0,5 % vol. und mehr darf es lediglich als „de-alcoholised“ bezeichnet werden.


    Das deutsche Lebensmittelrecht erlaubt kleine Mengen Alkohol übrigens nicht nur in alkoholfreiem Bier: Selbst Fruchtsäfte, reifes Obst, Kefir, Essig und Brote mit Hefe können durch natürliche Gärung einen minimalen Alkoholgehalt aufweisen. Laut EU-Verordnung darf Traubensaft sogar bis zu 1 % vol. haben. Und wer hätte es gedacht: Selbst ganz ohne den Konsum alkoholhaltiger Lebensmittel hat unser Blut eine natürliche Alkoholkonzentration von durchschnittlich 0,03 Promille.

    Welche Zutaten stecken in alkoholfreiem Bier?

    Laut § 1 der Bierverordnung darf ein Getränk in Deutschland nur dann die Bezeichnung „Bier“ tragen, wenn es nach den Vorgaben des Vorläufigen Biergesetzes (besser bekannt als Reinheitsgebot) gebraut wurde. Selbiges gilt für Bezeichnungen, die „den Anschein erwecken, als ob es sich um Bier handelt“. Demnach müssen auch alkoholfreies Bier und hierzulande weniger verbreitete Sorten wie Pale Ale, Indian Pale Ale oder Stout nach dem Reinheitsgebot gebraut werden. Importbiere, die nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut wurden, dürfen als „Bier“ verkauft werden, wenn sie im Ursprungsland unter der äquivalenten Bezeichnung vertrieben werden. Enthalten sie zulassungsbedürftige Zusatzstoffe, sind Ausnahmegenehmigungen notwendig.

    Was die Zutaten von Brauerzeugnissen angeht, schränken diese strengen Vorgaben den Spielraum für Brauereien stark ein. Bei herkömmlichem Bier ist das wenig problematisch: Alkohol ist ein guter Geschmacksträger und verleiht dem Bier eine angenehme Würze. Ein Brauer, der alkoholfreies Bier herstellen möchte, muss jedoch einen anderen Weg finden, um dem Getränk den typischen Biergeschmack zu verleihen.

    Ein möglicher Weg ist der Einsatz von besonders aromatischen Hopfensorten, die gekonnt kombiniert für einen wunderbar harmonischen Geschmack sorgen. Traditionell hopfenlastige Biere wie das Indian Pale Ale (IPA) eignen sich deshalb besonders, um ein aromatisches, alkoholfreies Bier zu brauen. Allerdings ist eine zu starke Hopfung des Bieres ebenso störend wie ein fader Geschmack – das Fingerspitzengefühl handwerklicher Brauer ist deshalb in diesem Bereich besonders wichtig.

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    Wie wird alkoholfreies Bier hergestellt?

    Für die Herstellung von alkoholfreiem Bier gibt es grundsätzlich zwei Vorgehensweisen: entweder das Unterbrechen des Gärvorgangs – spätestens dann, wenn der für alkoholfreies Bier maximal erlaubte Alkoholgehalt erreicht ist – oder die nachträgliche Reduktion des Alkoholgehalts nach Abschluss der Gärung.

    Der Nachteil eines frühen Abbruchs der Fermentation liegt darin, dass die meisten biertypischen Aromen erst durch längere Gärung die gewünschte Intensität erreichen. Dafür ist die Methode technisch wenig aufwendig und somit kostengünstig: Der Brauer muss lediglich darauf achten, dass die Hefe nur einen kleinen Teil des Zuckers in Alkohol umwandelt, bevor er den Gärungsprozess unterbricht.

    Dafür kann es sinnvoll sein, weniger Gerstenmalz zu verwenden als für alkoholhaltiges Bier: Auf diese Weise steht generell weniger Zucker für die Umwandlung in Alkohol zur Verfügung. Bei einer Variante dieses Verfahrens kommen besondere Bierhefen zum Einsatz, die nur Glukose, nicht aber Maltose in Alkohol umwandeln – der verbleibende Malzzucker macht das Endprodukt allerdings recht süß.

    Ist alkoholfreies Bier gesund?

    Jeder Bierliebhaber weiß: In geselliger Runde sorgt das eine oder andere Bierchen für Ausgelassenheit. An einem heißen Tag wirkt es erfrischend, und viele schmackhafte Gerichte rundet es erst richtig ab. Allerdings kann Alkohol bei übermäßigem Genuss zu Vergiftungserscheinungen wie Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Übelkeit und Orientierungsstörungen führen.

    Wenn wir an einem fröhlichen Abend ein Glas zu viel getrunken haben, muss die Leber eine Nachtschicht einlegen, damit wir am nächsten Morgen wiederhergestellt sind. Sie zerlegt den Alkohol – oder, wie der Chemiker sagt, Ethanol – in seine Bestandteile, die vom Körper ausgeschieden werden. Das Zwischenprodukt allerdings hat es in sich: Das Acetaldehyd ist verantwortlich für den gemeinen Kater am nächsten Morgen.

    Als Gesundheitsdrink gilt Bier deshalb nicht gerade, auch wenn es Stoffe enthält, die durchaus der Gesundheit zuträglich sind. Einen besseren Ruf in Sachen Gesundheit genießt das alkoholfreie Bier: Da ihm der Alkohol fehlt, kommt es auch nicht zu den unangenehmen Nebenwirkungen. Vielmehr stehen die positiven Effekte für den Organismus im Vordergrund – sogar als Sportlergetränk wird alkoholfreies Bier von einigen Herstellern beworben.

    Da ist tatsächlich etwas dran: Bier enthält Kohlenhydrate als wichtige Energielieferanten und Proteine für den Muskelaufbau; an Mineralstoffen finden sich vor allem Kalium, Magnesium und Eisen. Sogar für den Vitaminhaushalt kann man durch den Genuss von Bier etwas tun: Mit Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin) und B9 bzw. B11 (Folsäure) ist besonders die B-Gruppe vertreten. Da fragt man sich doch zurecht, ob Vitamin B wohl von B wie Bier kommt?

    In den letzten Jahren ist zudem immer mehr über die positiven Auswirkungen von sekundären Pflanzenstoffen auf die Gesundheit bekannt geworden. Zu ihnen zählen die sowohl in alkoholhaltigem als auch in alkoholfreiem Bier enthaltenen Polyphenole: Das sind Farb-, Duft- oder Abwehrstoffe von Pflanzen; sie kommen in Obst, Gemüse, Kräutern und Getreide vor.

    Ins Bier gelangen die Polyphenole durch das Gerstenmalz und vor allem durch den Hopfen. Gerade die Aromahopfen, die gerne zum Brauen von Craft Beer eingesetzt werden, sind reich an Polyphenolen. Je nach Sorte, Anbaugebiet und Jahrgang lassen sich in der Kletterpflanze über 100 verschiedene nachweisen.

    Polyphenole können eine Trübung des Bieres verursachen, weshalb man sie früher herausfilterte. Inzwischen weiß man, dass sie im menschlichen Körper unter anderem als Radikalfänger und Entzündungshemmer wirken, sie senken das Krebsrisiko, beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und stärken das Immunsystem. So spricht es durchaus für den Brauer, wenn er die Pflanzenstoffe im Bier belässt: Bei so vielen Vorzügen trüben sie vielleicht das Getränk, aber gewiss nicht die Freude daran.

    Allen gesundheitsfördernden Effekten zum Trotz: Den größten Teil seines Flüssigkeitsbedarfs sollte jeder Mensch selbstverständlich mit Wasser decken. Ebenfalls sollte klar sein, dass alkoholfreies Bier nichts für Kinder ist: Schließlich gleicht das Äußere von Flasche und Getränk der alkoholhaltigen Variante, sodass es nicht nur zu Verwechslungen, sondern auch zu einer frühen Gewöhnung an Bier kommen kann. Aus demselben Grund dürfen trockene Alkoholiker kein alkoholfreies Bier zu sich nehmen.

    Als leckere Ergänzung zu einer ansonsten gesunden Lebensweise ist alkoholfreies Bier jedenfalls völlig unbedenklich. Und im Vergleich zu zuckerhaltigen Softdrinks mit künstlichen Aromen, die auf Dauer nicht nur dick, sondern auch krank machen, ist es unbestritten die gesündere Alternative. Wasser, Gerste, Hefe und Hopfen: Mehr als diese vier natürlichen Zutaten braucht es nicht für ein genussvolles Gläschen.

    Wie viele Kalorien hat alkoholfreies Bier?

    Auch in punkto Kalorien steht alkoholfreies Bier nicht allzu schlecht da. Schließlich ist reiner Alkohol ein richtiger Dickmacher: Er enthält 7,1 kcal/g und damit nur etwas weniger als Fett, das 9,3 kcal/g auf die Waage bringt. Wer also öfter mal ein kühles Blondes genießen, dabei aber nicht den Rahmen – oder die Hose – sprengen möchte, hat es mit alkoholfreiem Bier leichter, die Energiezufuhr auf einem hüftfreundlichen Level zu halten. Ein Wundermittel zum Abnehmen ist alkoholfreies Bier allerdings nicht.

    Während bekannte Pilsener Biere wie Becks, Jever, Bitburger und Krombacher im Schnitt 38 kcal/100 ml haben, bringen es die alkoholfreien Varianten dieser Biere auf durchschnittlich rund 23 kcal/100 ml. Bei den gängigen Weizenbieren ist die alkoholfreie Ausgabe mit rund 24 kcal/100 ml im Durchschnitt ebenfalls etwas kalorienärmer als die Vollversion mit durchschnittlich 44 kcal/100 ml.

    Zum Vergleich: Orangensaft hat ca. 40 kcal/100 ml, Cola etwa 42 kcal/100 ml. Wo wir gerade von Saft und Softdrinks sprechen: Radler und andere Mixgetränke enthalten natürlich auch dann zuckerhaltige Limonade oder Fruchtsaft, wenn das verwendete Bier alkoholfrei ist. Zum Abnehmen sind sie deshalb eher nicht geeignet – mit Wasser oder ungesüßten Tees zeigen sich schneller Erfolge.

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    Ist alkoholfreies Bier isotonisch?

    Alkoholfreiem Bier wird nachgesagt, dass es aufgrund seiner isotonischen Eigenschaften das perfekte Sportlergetränk sei. Zwar wissen die meisten Menschen nicht ganz genau, was „isotonisch“ eigentlich bedeutet, aber es klingt so schön gesund – und wer nimmt das nicht gerne zum Anlass, um sich nach einem anstrengenden Dauerlauf mit einer erfrischenden Hopfenkaltschale zu belohnen?

    Um Unklarheiten zu beseitigen: Als isotonisch werden Getränke dann bezeichnet, wenn in ihnen genauso viele Teilchen gelöst sind wie in unserem Blut. Die ausgeglichene Konzentration sorgt für eine besonders schnelle Aufnahme der im Getränk enthaltenen Mineralien und Nährstoffe – isotonische Getränke sind also ideal, um die Speicher nach einem schweißtreibenden Workout schnell wieder aufzufüllen.


    In alkoholfreiem Bier steckt so einiges, was Sportlern nutzen kann: Kalium sorgt dafür, dass die enthaltenen Kohlenhydrate als Glykogen gespeichert werden; Magnesium wirkt Krämpfen entgegen; Calcium stärkt die Knochen; B-Vitamine verleihen Vitalität; und sekundäre Pflanzenstoffe sind gut für das Immunsystem. Wäre es da nicht prima, wenn man sich die Fitmacher mit einem leckeren alkoholfreien Bier einverleiben könnte?

    Das funktioniert tatsächlich; allerdings stimmt es nicht, dass alkoholfreies Bier immer isotonisch ist. Die Stiftung Warentest konnte feststellen, dass einige, aber nicht alle getesteten alkoholfreien Biere isotonische Eigenschaften aufwiesen. Stattdessen waren einige alkoholfreie Biere hypotonisch, hatten also eine geringere Teilchenkonzentration als das menschliche Blut. Das ist nicht weiter schlimm, allerdings braucht ein hypotonisches Getränk länger für die Auffüllung der Nährstoffspeicher als ein isotonisches.

    Einige getestete Sorten hatten jedoch hypertonische Eigenschaften, waren also gehaltvoller als Blut. Um die in dem reichhaltigen Getränk enthaltenen Nährstoffe aufzunehmen, muss der Körper sie verdünnen. Er zieht die dafür notwendige Flüssigkeit aus dem Blut, sodass die Leistungsfähigkeit letztlich sogar sinkt. Den Flüssigkeitshaushalt sollte man deshalb besser mit Wasser ausgleichen, insbesondere bei Belastung.

    Seien wir ehrlich: Die meisten von uns treiben trotz aller guten Vorsätze nicht so viel Sport, dass wir uns ernsthaft über die Biochemie einer optimalen Nährstoffaufnahme Gedanken machen müssten. Es ist also halb so schlimm, wenn du ein Alkoholfreies erwischst, das nicht zu den perfekt ausgewogenen isotonischen Bieren gehört. Solange es schmeckt, ist ein alkoholfreies Blondes eine leckere Belohnung nach der Anstrengung – und im besten Fall freust du dich über einen preiswerten, leckeren und natürlichen Fitnessdrink.

    Dürfen Gichtpatienten alkoholfreies Bier trinken?

    So lecker es auch schmeckt: Bier, auch die alkoholfreie Variante, kann bei manchen Menschen zu schmerzhaften Beschwerden führen – und wir reden hier nicht von einem Kater.

    Bier und alkoholfreies Bier enthalten Purine. Das sind Stickstoffverbindungen, bei deren Abbau im Körper Harnsäure entsteht. Sie stecken in der Bierhefe und sind auch in vielen anderen Lebensmitteln enthalten. Fleisch und Innereien sowie Hering und weitere Fischsorten gelten als besonders purinreich; auch Hülsenfrüchte enthalten verhältnismäßig viele Purine.

    Bei Gichtpatienten, die Harnsäure stoffwechselbedingt nicht in ausreichender Menge ausscheiden können, lagern sich Harnsäurekristalle in Gelenken, Knorpeln und anderen Körperteilen ab und können dort schwere Entzündungen und schmerzhafte Gichtanfälle auslösen.

    Bier erhöht den Harnsäurespiegel im Körper aber nicht nur durch die enthaltenen Purine, sondern auch durch den Alkohol, der die Harnsäureproduktion in der Leber anregt und gleichzeitig deren Ausscheidung über die Nieren hemmt. Wer an Gicht leidet und trotzdem nicht auf das leckere Getränk verzichten möchte, tut sich mit einem alkoholfreien Bier also einen Gefallen. Immerhin legen aktuelle Forschungsergebnisse nahe, dass der Alkohol im Bier ein größerer Übeltäter für Gichtpatienten ist als die Purine.

    Betroffene sollten vorsichtig ausprobieren, welche Lebensmittel sie in welchen Mengen vertragen und den Konsum von purinhaltigen Nahrungsmitteln und Alkohol insgesamt reduzieren. Die meisten Gichtpatienten müssen zum Glück keinen rigorosen Verzicht üben, doch im Zweifelsfall sind eine Gemüsepfanne und ein alkoholfreies Bier gesünder als Rinderleber und ein großes Pils. Wer Medikamente gegen Gichtanfälle einnimmt, sollte vorsichtshalber mit dem Arzt abklären, ob er alkoholfreies Bier bedenkenlos trinken kann.

    Darf man während der Schwangerschaft alkoholfreies Bier trinken?

    Alkohol schadet dem ungeborenen Kind – in der Schwangerschaft sollten alkoholhaltige Getränke deshalb absolut tabu sein. Wie aber verhält es sich mit alkoholfreiem Bier? Wenn Schwangere feststellen, dass auf dem Etikett ein Alkoholgehalt von bis zu 0,5 % vol. angegeben ist, kommen vielen Zweifel, ob das Getränk für das Ungeborene tatsächlich unschädlich ist.

    Die Klinik für Geburtsmedizin der Charité Berlin empfiehlt, in der Schwangerschaft auf alkoholfreie Biere mit 0,0 % vol. auszuweichen. Zwar sei eine Gefährdung des Kindes nicht zu erwarten, wenn ab und an ein alkoholfreies Bier mit bis zu 0,5 % vol. getrunken werde – bei täglich einem halben Liter komme man jedoch bereits etwa auf die Alkoholmenge von einem Glas Wein pro Woche.

    Auch wenn die Schwangere selbst es nicht merkt: Jede noch so kleine Menge Alkohol passiert auf dem Weg durch ihren Körper auch die Plazenta, die das Kind ernährt. Ab welchem Wert gesundheitliche Beeinträchtigungen des Ungeborenen zu erwarten sind, ist nicht bekannt. Aus Liebe zum Kind – so rät auch der Deutsche Brauer-Bund e. V. – sollten Schwangere deshalb grundsätzlich jede noch so kleine Menge Alkohol meiden. Dasselbe gilt übrigens für die Stillzeit, denn auch über die Muttermilch kann das Baby Alkohol aufnehmen.

    Alkoholfreies Craft Beer: Das musst du probieren!

    Das wäre geschafft: Dein Wissen über den schwindelfreien Gerstensaft sollte nun auf dem neuesten Stand sein und dir genug Material zum Kontern geben, wenn sich mal wieder jemand über den langweiligen Geschmack von Alkoholfreiem beklagt. Doch was nützt alle Theorie, wenn die Praxis zu kurz kommt? Deshalb stellen wir dir zum Abschluss einige alkoholfreie Highlights der Craft-Beer-Szene vor, die du unbedingt mal probieren solltest. Einige davon erhältst du bei uns im Shop. Bleibt uns nur noch zu sagen: Hoch das Glas!

    Pale Ales

    Nanny State Alcohol Free Hoppy Ale

    Mit einer Produktion von 214.000 Hektolitern im Jahr 2016 steht die britische Brauerei BrewDog bereits an der Schwelle zur Großbrauerei – ihr Herz schlägt jedoch weiterhin für das Handwerk. Das alkoholfreie, intensiv hopfige Nanny State Alcohol Free Hoppy Ale ist ein Pale Ale mit 0,5 % vol. und stolzen 45 Bittereinheiten. Es wird mit einer Mischung aus acht Malz- und fünf Hopfensorten gebraut. Das bernsteinfarbene Getränk verströmt einen Duft von Mango, Ananas und Zitrone.

    Tantra Pale Ale

    Das Tantra Pale Ale ist mit 0,0 % vol. ein ganz und gar alkoholfreies Bier. Es stammt aus der Nirvana Brewery in London, die traditionelle englische Bierstile neu interpretiert und dabei auf wenig oder gar keinen Alkohol setzt. Mild geröstetes Gerstenmalz verleiht dem Körper des Tantra Pale Ale eine angenehme Karamellnote, die mit der Frische und Bitterkeit des Hopfens perfekt ausbalanciert ist. Dieses alkoholfreie Pale Ale bringt deine Chakren so richtig in Schwingungen!

    Karma Pale Ale

    Eine sehr schmackhafte Alternative zum Tantra Pale Ale kommt aus derselben Brauerei: Das Karma Pale Ale mit 0,5 % vol. ist leicht, erfrischend und kitzelt deine Geschmacksknospen mit klassischen Zitrusaromen und blumigem Hopfen. Im Abgang kommt eine angenehme Bitternote zur Geltung. Nur sorgfältig ausgewählte, hochwertige Zutaten werden in der Nirvana Brewery verarbeitet – für garantiert gutes Karma!

    Naked Pale Ale

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Auch hierzulande wird ein köstliches alkoholfreies Pale Ale gebraut. Gelungen ist das der Berliner BRLO Brauerei. Die drei verwendeten Hopfensorten verleihen dem Naked Zitrus- und Kräuternoten; die Süße aus dem Malz ist mit einer kräftigen Bitternote perfekt ausbalanciert. Der Geschmack lässt nicht vermuten, dass hier weniger als 0,5 % vol. drinstecken. Fazit: Das BRLO Naked sieht auch nackt richtig gut aus!

    Einige der besten alkoholfreien Indian Pale Ales

    Sutra IPA

    Passend zum Karma braut die Londoner Mikrobrauerei auch das Sutra. Das klassische IPA mit 0,5 % vol. hat die für ein Indian Pale Ale typische, warme Bernsteinfarbe und steht mit einem erfrischenden Kohlensäuregehalt schön im Glas. Der Aromahopfen bringt Pinien- und Gewürznoten sowie ein blumiges Bouquet in das alkoholfreie IPA.

    Kehrwieder überNormalNull IPA

    IPA brauen können nur die Briten? Das wäre doch gelacht! Die in Hamburg ansässige Kehrwieder Kreativbrauerei begnügte sich allerdings nicht mit der herkömmlichen Variante des englischen Traditionsgetränks, sondern entwickelte das Rezept für das erste alkoholfreie IPA Deutschlands. Gebraut wird im befreundeten Brauhaus Nittenau in Bayern, das den kleinen Bruder des ü.NN unter dem Namen Le Chauffeur FreIPA vertreibt. Das ü.NN hat 0,4 % vol., eine Bittere von 45 IBU und verströmt Aromen von Mango, Ananas und Limette.

    FreIPA Le Chauffeur

    Wenn du wieder mal als Fahrer auserkoren wirst, ist das FreIPA Le Chauffeur perfekt, um Pflichtbewusstsein mit Hochgenuss zu vereinbaren. Das Rezept stammt aus der schon erwähnten Zusammenarbeit mit der Kehrwieder Kreativbrauerei. Diese gastiert ab und an im bayerischen Brauhaus Nittenau, um dort das überNormalNull IPA alkoholfrei herzustellen – das Pendant des Le Chauffeur.

    Dolden Null IPA

    Alles andere als eine geschmackliche Null ist das hopfige, fruchtige IPA „mit fast ohne Alkohol“ aus dem Brauhaus Riedenburger. Das verwendete Malz in der Dolden Null stammt nicht wie üblich ausschließlich aus Gerste, sondern auch aus dem Urgetreide Emmer, einer sehr alten Weizenart. Das Zitrusaroma erfrischt, die Bittere erreicht ein Niveau von 42 IBU. Schöner Pluspunkt: Das Brauhaus Riedenburger ist eine zertifizierte Bio-Brauerei und fördert durch den ökologischen Anbau alter Getreidesorten die Biodiversität.

    IPA Liberis 2+3

    Das in Augsburg ansässige Brauhaus Riegele, Hersteller des alkoholfreien IPA Liberis 2+3, gewinnt reihenweise Awards. Zuletzt wurde es beim Meiningers Craft Beer Award 2017 als Craft Beer Brauer des Jahres ausgezeichnet. Die Besonderheit am Liberis 2+3 ist das Cuvéeverfahren, das zwei Sude kombiniert. Daraus entsteht ein fruchtiges IPA mit 25 Bittereinheiten und weniger als 0,5 % vol. So kann sich das für seine Biere weltberühmte Bayern nun auch noch mit einem herausragenden IPA schmücken.

    Einige der besten alkoholfreien Stouts

    Big Drop Chocolate Milk Stout

    Dieses aromatische, alkoholfreie Stout gewann bei den World Beer Awards 2017 die Silbermedaille. Roggen und zerstoßene Kakaobohnen verleihen dem Stout eine Kaffeenote und ein Aroma von feiner Vanille. Damit sich die warmen, komplexen Röstaromen des Big Drop Chocolate Milk Stout voll entfalten, sollte das Bier etwa eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden. Big Drop Brewing ist eine britische Mikrobrauerei, die sich auf niedrigprozentige Biere spezialisiert hat.

    Kosmic Stout

    Das Kosmic Stout rundet das alkoholfreie Portfolio der Nirvana Brewery ab. So dunkel wie ein Stout eben sein muss und mit komplexen Schokoladen- und Vanillenoten bringt dich diese Spezialität völlig in Einklang mit dem Kosmos – ohne dass du am nächsten Morgen Sterne siehst! Denn das gut ausbalancierte Stout hat 0,0 % vol.

    Einige der besten alkoholfreien Weizenbiere

    Nix Zero Premium Wheat Beer

    Das Weizenbier darf in der Reihe alkoholfreier Spezialitäten natürlich nicht fehlen. Wie der Name schon vermuten lässt, beträgt der Alkoholgehalt des Nix Zero Premium Wheat Beer tatsächlich Nullkommanull. Die Bierseligkeit entsteht ausschließlich durch den köstlichen Geschmack. Der Hersteller, die Glasgower Brauerei West, will der einzige im Vereinigten Königreich sein, der nach dem deutschen Reinheitsgebot braut. Ob das stimmt, ist eher unwichtig. Was zählt, ist: Auch beim Weizen geht es ohne Alkohol – und es schmeckt trotzdem köstlich sahnig-bananig.

    Klüvers Weizen alkoholfrei

    Auch dieses alkoholfreie helle Weizenbier lässt das fruchtige Aroma und den milden Abgang eines „echten“ Hefeweizens nicht vermissen. Der Fermentationsprozess der obergärigen Bierspezialität wird abgebrochen, bevor er die Marke von 0,5 % vol. knackt, der Hefecharakter und die Fruchtigkeit sind dennoch gut entwickelt. Wer hätte gedacht, dass in einer Hafenstadt an der Lübecker Bucht ein so authentisches und noch dazu alkoholfreies Weizen gebraut wird!

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