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Biergläser

Jeder weiß, Wein wird aus Gläsern getrunken – und zwar nicht aus irgendwelchen, sondern aus solchen, die zur Weinsorte passen. Denn erst dann entwickeln Aroma und Geschmack ihr volles Potenzial. Was viele nicht wissen: Für Bier gilt die gleiche Regel. Das zum Bier passende Glas verhilft den Aromen zur vollen Entfaltung, sorgt für geschmackliche Balance und beeinflusst die Schaumbildung.

Dank des Zusammenspiels von 400.000 Riechzellen, der Geschmacksknospen auf der Zunge und des Gaumens können wir feinste Nuancen und Strukturen schmecken. Bei einem feinen Craft Beer ist es umso ärgerlicher, wenn der Geschmack nicht ins Glas kommt. Nicht zuletzt sollten Biergläser auch ein ästhetisches Vergnügen bereiten, denn jeder Sommelier weiß: Das Auge trinkt mit.

Kuriose Begriffsdefinition: Wenn Gläser jünger werden
Wenn von einem Glas die Rede ist, das sich „verjüngt“, ist gemeint, dass es nach oben hin schmaler wird.

Inhaltsverzeichnis:

Die Klassiker

Die Bierglas-Varianten

Die Kuriositäten

Zusammenfassung

Die grobe Einteilung der Bierglas-Arten

Die Eigenschaften von ober- und untergärigen Bieren sind für einige wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Biergläsern verantwortlich. Obergärige Biere wie Weißbier weisen in der Regel einen hohen Kohlensäuregehalt auf. Das ist ein Grund, warum Weißbier- oder auch Altbiergläser eine vergleichsweise große Öffnung besitzen. Die Kohlensäure – und mit ihr der Geschmack – kann sich entfalten. Außerdem sinkt das Risiko, dass das Bier überschäumt. Bei untergärigen Bieren mit einem mittleren oder geringen Kohlensäuregehalt sollen Gläser mit kleinerem Durchmesser die Konzentration der Kohlensäure erhöhen. Das trägt auch dazu bei, dass sich eine Schaumkrone bildet und länger bestehen bleibt. Aus diesem Grund trinken wir die beliebteste deutsche Biersorte, das Pils, besonders gerne aus Tulpen.

Formen klassischer Biergläsern in der Übersicht

Gefäßbezeichnung

Eigenschaften

Tulpe

runder Fuß, mittellanger Stiel, bauchiger Ansatz, nach oben verjüngt

Pokal

runder Fuß, mittellanger Stiel, vom Stiel nach oben breiter werdend

Becher

zylindrisches Gefäß mit mittelgroßem bis großem Durchmesser

Stange

schmales zylindrisches Gefäß

Krug

zylindrisches Gefäß mit mittelgroßem Durchmesser und Henkel

Schale

runder Fuß, langer Stiel, halbkreisförmiges Glasgefäß, keine Verjüngung

Kelch

runder Fuß, besonders langer Stiel, zur Mitte breiter, mit und ohne Verjüngung

Schwenker

runder Fuß, kurzer Stiel, Gefäßansatz mit ausgeprägter Rundung, oben verjüngt

Die Tulpe – eines der beliebtesten Pilsgläser

Die Biertulpe ist kegelförmig und fasst zwischen 0,2 und 0,5 Liter. Sie ist außerdem mal mehr und mal weniger bauchig geformt, besitzt einen Stiel mit rundem Fuß und verjüngt sich zur Öffnung hin. Wie erwähnt, tragen der vergleichsweise geringe Durchmesser der Öffnung und die Verjüngung dazu bei, dass sich die für Pils typische feinporige Schaumkrone bildet und nicht sofort zerfließt.
Außerdem werden die herben Hopfenaromen eines Pils in einer Tulpe konzentriert und verfliegen weniger schnell. Der geringe Durchmesser des Mundrands und das dünne Glas gewährleisten außerdem, dass das Pils direkt zum Gaumen geleitet wird und sich die hopfige Note direkt entfaltet.

Der Pilspokal als vielseitiges Bierglas

Pilspokale sind in der Linienführung mit Tulpen vergleichbar. Allerdings ist hier der Stiel kürzer oder gar nicht vorhanden. Außerdem haben Pilspokale mitunter eine sich öffnende Silhouette (kegelförmig bzw. konisch), die sich nach oben hin gar nicht bzw. nur wenig verjüngt. Solche Pilsgläser eignen sich besonders für Pilssorten mit dominantem, vollmundigem Malzaroma. Auch Lager und Export kommen in dünnwandigen Pokalen groß raus.

Weißbiergläser – Die Temperament-Zügler

Ein „Weizenglas“ ist so geformt, dass es vom Boden zur Mitte hin etwas schmaler wird, sich dann wiederum verbreitert und zum Mundrand nochmals verjüngt. Die Öffnung sorgt dafür, dass das Aroma richtig zur Geltung kommt. Der größere Durchmesser schützt außerdem vor übermäßiger Schaumbildung. Schließlich ist „Weizen“ als obergäriges Bier für sein „überschäumendes Temperament“ bekannt. Deswegen solltest du es behutsam einschenken und das Glas dabei schräg zur Flasche halten. Für gewöhnlich fassen Weizengläser 0,5 Liter („Halbe“). Durch die vergleichsweise geringe Dicke des Glases hast Du außerdem ein angenehmes Trinkgefühl. Dieses ist im Übrigen einer der Nachteile von Steinkrügen, aus denen Weißbier auch schon mal getrunken wird. Die rustikale Variante hat dagegen den Vorteil, dass das Bier besser kühl gehalten wird.

Das Altbierglas gegen schalen Geschmack

Altbier, das bekanntlich vor allem im Rheinland und speziell in Düsseldorf beliebt ist, wird aus zylindrischen Bechern getrunken. Diese fassen traditionell 0,2 oder 0,3 Liter, sind aber auch in größeren Varianten erhältlich. Das geringe Fassungsvermögen ist für Alt deswegen sinnvoll, weil es vergleichsweise schnell schal wird. Aus diesem Grund weisen die Becher der obergärigen Variante der linksrheinischen Nachbarn ähnliche Eigenschaften auf.

Die Kölner Stange

Das Kölner „Nationalgetränk“ - Kölsch - wird ebenfalls aus zylindrischen Gläsern mit einem Fassungsvermögen von 0,2 Litern getrunken. Im Vergleich zum Altbecher ist die Kölschstange deutlich schmaler. Die geringe Oberfläche bedingt, dass nur wenig CO2 an die Luft abgegeben wird. Kölsch wird zügig ausgetrunken und ebenso zügig nachgezapft.

Koelsch_Glaeser

Schwarzbiergläser

Schwarzbiere mit hoher Stammwürze (in der Regel untergärig) fühlen sich in Kelchen besonders wohl. Die sich nach oben öffnende Form lässt die Malzaromen atmen und bringt sie so zur vollen Entfaltung. Das Gleiche gilt im Grunde auch, wenn du ein Glas für Porter suchst. Der lange Stiel vermittelt außerdem ein besonderes Trinkgefühl.

Berliner-Weiße-Glas

Die wohl bekannteste Bierkreation der Hauptstadt wird aus einem charakteristischen, schalenförmigen Glas mit großer Öffnung getrunken, das einen langen Stiel und breiten Fuß hat. Die hohe und feste Schaumkrone entsteht durch die spezielle Schanktechnik. Erst wird der Sirup eingegossen, dann mit einem Schwung die eine Hälfte der Flasche und darauf behutsam die zweite.

Warum es auch auf die Dicke des Glases ankommt

Die Größe und Dicke eines Glases können durchaus Geschmack und Wirkung beeinflussen – da sind sich Biersommeliers einig. Wenn du einen Schluck aus einem dünnwandigen Glas nimmst, kannst du das Bier besonders gut über Zungenspitze und Gaumen fließen lassen. Bei einem dickwandigen Krug schwappt das Bier dagegen direkt in den Schlund. Außerdem sollte der Charakter eines Bieres zum Design des Glases passen. Ein feines, fruchtiges Craft Beer verliert beispielsweise in einem dickwandigen Krug viele seiner Qualitäten. In einem dünnwandigen Glas, beispielsweise einem elegante Schwenker, ist es dagegen wesentlich besser aufgehoben.

Der Mundranddurchmesser

Der Durchmesser der Öffnung hat ebenfalls Einfluss auf die Geschmacksentwicklung. Geringe Durchmesser lenken den Bierschwall direkt auf den Gaumen und sorgen dafür, dass sich der Geschmack direkt und unmittelbar entfaltet. Süßliche Aromen werden so beispielsweise betont und Bitternoten treten erst im weiteren Verlauf in den Vordergrund.

Weitere Bierglasvarianten, die du kennen solltest

Nicht jedes Glas lässt sich einer bestimmten Biersorte zuordnen. Geschichte und bestimmte Produktionsbedingungen der jeweiligen Zeit haben verschiedene Sorten von Biergläsern hervorgebracht.

Willybecher

Hast du den Namen noch nie gehört? Das sollte sich schnell ändern! Denn der Willybecher ist das am meisten produzierte Bierglas in Deutschland und so etwas wie das Standardbierglas. Auf den ersten Blick sieht die Form zylindrisch aus. Bei näherem Hinsehen bemerkst du jedoch, dass er von unten zur Mitte hin breiter wird und sich zur Öffnung wieder verjüngt. Diese Eigenschaften machen den Willybecher zum Allrounder unter den Biergläsern. Das Fassungsvermögen kann 0,2, 0,3, 0,4 und 0,5 Liter betragen. Die Ruhrwerke Bierglas starteten 1954 die Produktion des normierten Bierglases. Benannt ist der Willybecher nach seinem Entwickler bei Ruhrglas, Willy Steinmeier.

Humpen

Über Jahrhunderte wurde das Bier in Deutschland vor allem aus Humpen getrunken. Entsprechend vielfältig sind die (regionalen) Varianten, in denen Humpen auftreten. Charakteristische Merkmale sind eine zylindrische Form und ein Henkel zum Greifen. Am Fuß ist häufig eine Verbreiterung oder ein sogenannter Fußring eingearbeitet. An traditionell gestalteten Humpen bzw. Krügen findet sich oft ein am Scharnier befestigter Deckel, der sich mit dem Daumen aufklappen lässt. Früher waren die Deckel übrigens nur wohlhabenden Biertrinkern vorbehalten. Humpen können aus Ton, Steingut und bisweilen aus Zinn gefertigt sein. Zylindrische Krüge aus Glas werden außerdem als Seidel bezeichnet. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe anderer Bezeichnung für Humpen bzw. Krüge. Besonders Ton- und Steinkrüge sind außerdem häufig reich verziert.

Die Maß

Bis zur Oberkante einer Maß (bzw. eines Maßkrugs) passen genau 1,069 Liter. Wenn es nach bayrischen Traditionalisten geht, wird der gläserne Krug ausschließlich mit Hellem gefüllt – einem untergärigen Bier, das Pils ähnelt, allerdings eine weniger ausgeprägt herbe Hopfennote aufweist. Zu weltweiter Berühmtheit hat der Maß natürlich das Münchner Oktoberfest verholfen.

Massbier_Glakrug

Pint-Glas

Hierbei handelt es sich im Grunde nicht um eine bestimmte Sorte von Bierglas, sondern es werden Gläser eines ganz bestimmten Fassungsvermögens damit bezeichnet. Das englische Pint entspricht rund 0,57 Litern. Es weicht im Übrigen vom US-Pint mit 0,48 Litern ab. Die Form des britischen Pint-Glases ist nicht festgelegt. Viele Varianten ähneln dabei der Form des Willybechers, andere werden durchgehend breiter, ohne sich zu verjüngen.
Viele traditionelle Pint-Gläser sind im oberen Drittel mit einer „bump“ versehen – einer rundum verlaufenden Auswölbung. Füllstriche suchst du bei einem Pint-Glas übrigens vergeblich. Die Oberkante des Glases entspricht immer einem Pint. Dementsprechend wird das Bier bis zur Oberkante gezapft und abgestrichen.

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Kona_Pint_Glas_kaufen

Das 0,1-Liter-Glas

Stößchen (in Dortmund), Stössje (in Köln) oder Tönnchen (in Hannover) werden Biergläser mit einem Fassungsvermögen von nur 0,1 Liter genannt. Je nach Region wird aus ihnen Pils oder Kölsch getrunken. Ihre Form ist zylindrisch. Manch einer könnte sich fragen, wozu es überhaupt so kleine Biergläser gibt. Die Entstehungsgeschichte der Mini-Becher bringt Licht ins Dunkel:

•    In Dortmund wurden die 0,1-Liter-Gläser an einer vielbefahrenen Bahnlinie verkauft. Weil es keine Unterführung gab, mussten Fußgänger hier häufig vor einer  Bahnschranke warten. Bei einem Stößchen machte ihnen die Wartezeit gleich weniger aus.
•    Im Rheinland nutzen Wirte und Kellner das Stössje vor allem dazu, mit ihren Gästen einen mitzutrinken.
•    Die Hannoveraner nehmen es nicht mehr so genau mit dem 0,1-Liter-Glas: Ihr Tönnchen fasst heute häufig 0,2 Liter.

Craft-Beer-Glas

Gläser, die eigens für handwerklich gebraute Biere entwickelt wurden, haben die Aufgabe, die komplexe Aromenstruktur besonders gut zur Entfaltung zu bringen. Eine bestimmte Sorte von Craft-Beer-Gläsern gibt es nicht, da auch die Bierarten, Inhaltsstoffe und Brauverfahren ganz unterschiedlich sein können. Bewährte Gläser für Craft Beer sind die Folgenden:

•    Bei Tastings ist das Biersommelier-Glas „Teku“ von Qualitätshersteller rastal eines der beliebtesten Modelle. Der Kelch mit hohem Stiel und ausgeprägter Verjüngung ist besonders vielfältig einsetzbar und bringt Aromenstrukturen sehr differenziert hervor. Das Fassungsvermögen beträgt 0,42 Liter.
•    Bei handwerklich gebrauten India Pale Ales hat das IPA-Glas von Traditionshersteller Spiegelau die Feinschmecker überzeugt. Auffällig ist der geriffelte und bierfassende Stiel. Oberhalb des Stiels wird das Glas deutlich breiter, um sich zur Öffnung hin zu verjüngen. Die Gestaltung des Stiels sorgt für eine bessere Belüftung beim Einschenken und lässt die Aromen sich noch besser entfalten. Außerdem dominieren zunächst die blumigen bzw. fruchtigen Aromen eines IPA im Gegensatz zu den bitteren Noten.
•    Auch für Stout-Biere hat Spiegelau ein spezielles Glas entwickelt. In der Grundform ähnelt es stark dem IPA-Glas, allerdings ist der hohle Stiel nicht geriffelt und die Verjüngung runder gestaltet. Röstaromen und süßliche Noten kommen beim Biergenuss aus diesem Glas besonders gut zur Geltung. Spiegelau bietet im Übrigen auch andere Craft-Beer-Gläser im Set an.

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Falls Du es noch traditioneller magst, haben wir hier noch das Braupakt Craft Beer Glas aus dem HAuse Weihenstephan für Dich:

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Kurioses aus dem Bierglaskabinett

Der Stiefel

Kreisligafußball und Stiefel gehören untrennbar zusammen? Ganz so fest ist die Verbindung natürlich nicht, aber in Mannschaftskabinen und auf Vereinsfeiern ist der Stiefel nach wie vor häufig anzutreffen. Stiefel gibt es in verschiedenen Größen und die XXL-Varianten fasst bis zu 5 Liter – oder sogar noch mehr. Nachteil ist, dass das Bier spätestens dann nicht mehr sonderlich gut schmeckt, wenn man bei der Stiefelspitze angekommen ist. Andererseits: Wenn 4,9 Liter geschafft sind, ist der Geschmack der letzten Schlucke meist auch schon egal.

Das 10-Liter-Glas

Besonders beliebt bei Aufstiegs- und Meisterfeiern: Große Biergläser mit einem Fassungsvermögen von 3, 5 oder sogar 10 Litern. Da in Deutschland in erster Linie Meisterfeiern des FC Bayern im Fernsehen zu sehen sind, könnte man auf die Idee kommen, dass Riesengläser zwangsläufig Weißbiergläser sein müssen. Wer sucht, findet allerdings auch Riesengläser in der Ausführung als Stange und Becher. Allerdings dürfte die Aromaentwicklung bei der Bierdusche ohnehin eher zweitrangig sein.

Man kann’s mit dem Bierglas auch übertreiben

Das größte Bierglas der Welt fasst sage und schreibe 2.082 Liter und wurde von der nordenglischen Brauerei Stod Fold gefertigt. Anlass für die Fertigung des Rekordglases war die Tour de France, die 2014 unter anderem durch den Norden Englands führte. Hier ist auch die Brauerei beheimatet. Das vorherige Rekordglas fasste nur knapp 1.500 Liter bei einer Höhe von 2,42 Metern. In Berlin war im September 2017 sogar ein 22 Meter hohes Bierglas zu bestaunen. Allerdings war die XXL-Stange nur auf eine Hauswand aufgemalt – es handelte sich um eine Werbeaktion von Berliner Pilsener.

Mit unverstelltem Blick trinken

Manchmal setzt das Leben einem richtig zu: Da nimmst du einen tiefen Schluck aus dem Krug, und just in dem Augenblick fällt das entscheidende Tor. Vom Tor sieht man durch das Glas natürlich nicht viel. Das muss aber nicht so sein, denn es gibt den „TV Beer Mug“. Bei diesem ist eine Seite der Öffnung nicht rund, sondern abgeflacht und gibt damit den Blick auf den Fernseher frei.

Das Glas hopside down

Diese Art von Glas zieht Blicke an und ist ein origineller Party-Spaß: Der hohle Innenraum ist nämlich exakt wie eine auf dem Kopf stehende Flasche geformt. Ob die Form auch dem Geschmack guttut, lassen wir mal dahingestellt.

Das Yard of Ale

Diese traditionelle Variante des Ale-Glases ist 91,44 Zentimeter (ein britisches Yard) hoch und fasst genau zwei Pints (1,14 Liter). Die Länge und besondere Form stellt Biertrinker mitunter vor echte Probleme. Nicht nur, dass das längliche und schmale Gefäß unhandlich ist; die Glaskugel am unteren Ende bedingt auch, dass sich leicht Lufteinschlüsse bilden können. Diese können wiederum dazu führen, dass das Ale aus dem Yard herausschwappt.

Das Bierglas mit eigenem Namen

Es gibt im Internet eine ganze Reihe von Anbietern, bei denen du Biergläser individuell verzieren lassen kannst. Bierglas-Gravur.de und Meinbierglas.de sind da nur zwei Beispiele. Du kannst Fotos und Schriftzüge aufdrucken oder etwas ins Glas eingravieren lassen. Je nach Anbieter stehen dafür auch unterschiedliche Bierglassorten zur Auswahl.

Das Flüssige muss ins Runde - Dein Lieblingsbier richtig einschenken

Das beste Bierglas bringt natürlich nichts, wenn das Bier falsch eingegossen wird und das halbe Glas mit Schaum gefüllt ist. Daher einige Hinweise fürs richtige Einschenken: Vor dem Eingießen das Glas mit kaltem klarem Wasser ausspülen. So kühlt das Bierglas ab und übermäßige Schaumbildung wird verhindert. Das Bier selbst sollte übrigens nicht zu kalt sein, andernfalls bildet es nur sehr wenig Schaum aus. Die optimale Trinktemperatur liegt für die meisten Biere bei 6° bis 8° C.
Während Kölsch oder Alt in einem Zug eingeschenkt wird, gilt für die meisten Biere: Glas etwas schräg halten und Bierglas zügig füllen, bis der Schaum den Rand erreicht hat. Dann den Schaum etwa eine Minute setzen lassen und den Rest ins geradestehende Glas nachgießen. Oftmals wir der Fehler begangen, dass das Bier im ersten Durchgang zu zögerlich eingeschenkt wird. Damit steht dem perfekten Hochgenuss von Craft Beer nichts mehr im Wege und wir sagen: Prost!

Das Bierglas richtig anrichten

Echter Genuss ist immer eine Detailfrage – Bierdeckel gehören da für viele einfach dazu; sei es, weil sie praktisch sind, weil sie das Abstellen des Glases angenehmer machen oder weil sie den Gesamtanblick aufwerten. Der ursprüngliche Zweck von Bierdeckeln war aber ein anderer. Die Pappunterleger sind aus der sogenannten Bierfilze entstanden. Diese diente dazu, den Steinkrug vor allem im Freien abzudecken und vor Ungeziefer zu schützen. Das ist auch der Grund, warum es heute noch „Bierdeckel“ und nicht etwa „Bieruntersetzer“ heißt. Ende des 19. Jahrhunderts gingen Fabrikanten dazu über, statt Filz als Material Karton bzw. Pappe zu verwenden. Die Vorläufer der heutigen Bierdeckel entstanden in Magdeburg und Dresden. Eine Art Ergänzung zum Bierdeckel ist die Bierrosette bzw. das Pilsdeckchen. Das dünne Papier kommt vorranging bei Pilstulpen zum Einsatz und wird um den Stiel herum und auf den Fuß gelegt. Es fängt das herabfließende Kondenswasser des Glases auf.

Worauf kommt es beim Kauf von Biergläsern an?

Eines vorweg – das eine Bierglas, das jeder Sorte gerecht wird, gib es nicht. Je nach Bier muss ein Glas beispielsweise bestimmte Aromen in den Vordergrund stellen oder eher ausbalancieren, die Schaumkrone stabilisieren oder dem Überschäumen vorbeugen. Ein einziges Glas kann so unterschiedliche Anforderungen gar nicht abdecken. Daher sollte die erste und wichtigste Frage vor dem Kauf immer lauten: Welches Bier will ich aus meinem zukünftigen Glas trinken?
Der Willybecher und Tulpen in verschiedenen Ausformungen stellen sicherlich gute Kompromisse für unterschiedliche Biersorten dar. Sie sind für Pilsener geeignet, aus ihnen können aber auch schon mal obergärige Biere getrunken werden. Andere Faktoren, die neben der Form bei der Wahl des Bierglases zu berücksichtigen sind:

•    Fassungsvermögen
•    Mundranddurchmesser
•    Wanddicke
•    Bruchfestigkeit
•    Spülmaschineneignung

So viele Biergläser - Das Wichtigste zusammengefasst

•    Untergärige Biere (wenig Kohlensäure) sind in schmaleren Gläsern mit Verjüngung am besten aufgehoben.
•    Für obergärige Biere (viel Kohlensäure) sind Gläser mit größerer Öffnung am besten geeignet.
•    Wichtige Grundformen für Biergläser sind:

  • sich verjüngende Tulpen (Pils),
  • zylindrische Becher (Alt) bzw. Krüge (z. B. Helles),
  • doppelt geschwungene Weißbiergläser,
  • bauchige Schwenker und Kelche mit weniger ausgeprägter Rundung.

•    Der 1954 in Deutschland eingeführte Willybecher ist so etwas wie das Standardgefäß für Bier hierzulande.
•    Ein Pint fasst 0,57 Liter und weist in der Regel die Form eines Bechers auf.
•    Dünnwandige Gläser mit geringem Mundranddurchmesser leiten das Bier direkt auf Gaumen und Zungenspitze und bringen Aromen besonders deutlich hervor.
•    Beispiele für gelungene Craft-Beer-Gläser sind das Modell Teku von Rastal und die IPA- und Stout-Gläser von Spiegelau.

Aber bitte vergiss eine Sache niemals: mit den richtigen Freunden und dem richtigen Augenblick, kann auch das merkwürdigste Bier aus einem Pappbecher zum Highlight werden - BeerJack sagt: "Zum Wohl"...

 

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