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Weizenbier – erfrischendes Gold aus dem Glas

Bayern gilt als Hochburg des Weizenbiers – denn Weißbier ist wohl das bayrischste aller Biere. Rund 80 Prozent aller Weizenbiere kommen von dort. Nichtsdestotrotz hat das Weißbier vom Süden der Republik seinen unaufhaltsamen Siegeszug in den Norden angetreten. Heute erfreut sich das erfrischende obergärige Bier überall in Deutschland großer Beliebtheit.

 

Was gäbe es Schöneres, als an einem warmen Sommertag im Biergarten ein kühles Weizenbier zu genießen? Das beliebte Getränk ist nicht umsonst erste Wahl, wenn die Temperaturen steigen. Aufgrund seines hohen Kohlensäuregehalts ist Weißbier unvergleichlich spritzig und erfrischend. Die charakteristischen obergärigen Hefestämme bringen ein komplexes Spiel von Aromen mit fruchtig frischen und würzigen Geschmacksnoten hervor. Naturtrübes Hefeweizen ist aufgrund seines hohen Gehalts an Eiweiß und Hefe etwas vollmundiger als gefiltertes klares Kristallweizen. Weißbier zeichnet sich durch einen Weizenmalzanteil von mindestens 50 Prozent aus. Die Hopfengabe tritt deutlich in den Hintergrund – deshalb weist Weißbier auch eine sehr zurückhaltende Bittere von 10 – 15 IBU (International Bitter Units) auf. Je nach Brauart haben Weizenbiere eine Stammwürze von 11 – 14 Prozent und einen durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,4 Prozent.

 

Weizenbiergläser – stilgerecht genießen

Mit einem typischen hohen schlanken Weißbierglas lässt sich ein Weizen optimal genießen. Doch erst die richtige Trinktemperatur kitzelt alle Geschmacksaromen heraus – sie liegt bei 5 – 8 ° C. Ein Tipp: Da das stark kohlensäurehaltige Weizenbier beim Einschenken schnell überschäumt, die Weizenbiergläser zuvor mit kaltem klarem Wasser ausspülen. Weißbier schmeckt übrigens am besten ohne Zitronenscheibe – sie verfälscht den Geschmack und lässt die Schaumkrone zusammenfallen. Wie sieht es eigentlich mit Kalorien im Weizenbier aus? Ein Weißbierglas fasst 0,5 l und damit 260 kcal. Doch meist schlagen nicht die Kalorien im Weizenbier, sondern die dazu genossenen Leckereien zu Buche!

 

Kleine Geschichte des Weizenbiers

Die Bezeichnung Weißbier stand zunächst in keiner Beziehung zu Weizenbier. Bis um 1480 wurden in Bayern traditionell untergärige dunkle Biere gebraut, da sie länger haltbar waren. Erst dann gelangte aus Böhmen eine andere Brautechnik nach Bayern – die des obergärigen Brauens mit hellem Malz. Aufgrund seiner ungewöhnlich hellen Farbe wurde das so gebraute Bier unabhängig von der verwendeten Getreidesorte Weißbier genannt. Erst im 16. Jahrhundert verstand man darunter ein mit Weizen gebrautes Bier. Doch das Brauen mit Weizen wurde bald drastisch eingeschränkt und sogar verboten, um die Versorgung der Bevölkerung mit wertvollem Brotgetreide sicherzustellen. Dies wurde auch im 1516 geschaffenen bayrischen Reinheitsgebot festgeschrieben – nur Hopfen, Gerste, Wasser und Hefe durften zum Bierbrauen verwendet werden. Anders als heute entsprach Weizenbier damals also nicht dem Reinheitsgebot. Nur der Freiherr von Degenberger erhielt das Privileg, als einziger Braumeister mit Weizen gebrautes Bier herzustellen. Später fiel das Privileg dem bayrischen Herrscherhaus zu und die Monopolstellung füllte zusehends die Staatskasse. Erst Ende des 18. Jahrhunderts hob man das Monopol auf – hauptsächlich, weil die Nachfrage nach Weißbier durch das Aufkommen anderer Biersorten sank und es als Einnahmequelle nicht mehr lukrativ genug war. Danach geriet das Weißbier fast in Vergessenheit und spielte nur noch eine untergeordnete Rolle. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebte das Weizenbier eine Renaissance und ist heute wieder in aller Munde.

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Weizenbier – erfrischendes Gold aus dem Glas

Bayern gilt als Hochburg des Weizenbiers – denn Weißbier ist wohl das bayrischste aller Biere. Rund 80 Prozent aller Weizenbiere kommen von dort. Nichtsdestotrotz hat das Weißbier vom Süden der Republik seinen unaufhaltsamen Siegeszug in den Norden angetreten. Heute erfreut sich das erfrischende obergärige Bier überall in Deutschland großer Beliebtheit.

 

Was gäbe es Schöneres, als an einem warmen Sommertag im Biergarten ein kühles Weizenbier zu genießen? Das beliebte Getränk ist nicht umsonst erste Wahl, wenn die Temperaturen steigen. Aufgrund seines hohen Kohlensäuregehalts ist Weißbier unvergleichlich spritzig und erfrischend. Die charakteristischen obergärigen Hefestämme bringen ein komplexes Spiel von Aromen mit fruchtig frischen und würzigen Geschmacksnoten hervor. Naturtrübes Hefeweizen ist aufgrund seines hohen Gehalts an Eiweiß und Hefe etwas vollmundiger als gefiltertes klares Kristallweizen. Weißbier zeichnet sich durch einen Weizenmalzanteil von mindestens 50 Prozent aus. Die Hopfengabe tritt deutlich in den Hintergrund – deshalb weist Weißbier auch eine sehr zurückhaltende Bittere von 10 – 15 IBU (International Bitter Units) auf. Je nach Brauart haben Weizenbiere eine Stammwürze von 11 – 14 Prozent und einen durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,4 Prozent.

 

Weizenbiergläser – stilgerecht genießen

Mit einem typischen hohen schlanken Weißbierglas lässt sich ein Weizen optimal genießen. Doch erst die richtige Trinktemperatur kitzelt alle Geschmacksaromen heraus – sie liegt bei 5 – 8 ° C. Ein Tipp: Da das stark kohlensäurehaltige Weizenbier beim Einschenken schnell überschäumt, die Weizenbiergläser zuvor mit kaltem klarem Wasser ausspülen. Weißbier schmeckt übrigens am besten ohne Zitronenscheibe – sie verfälscht den Geschmack und lässt die Schaumkrone zusammenfallen. Wie sieht es eigentlich mit Kalorien im Weizenbier aus? Ein Weißbierglas fasst 0,5 l und damit 260 kcal. Doch meist schlagen nicht die Kalorien im Weizenbier, sondern die dazu genossenen Leckereien zu Buche!

 

Kleine Geschichte des Weizenbiers

Die Bezeichnung Weißbier stand zunächst in keiner Beziehung zu Weizenbier. Bis um 1480 wurden in Bayern traditionell untergärige dunkle Biere gebraut, da sie länger haltbar waren. Erst dann gelangte aus Böhmen eine andere Brautechnik nach Bayern – die des obergärigen Brauens mit hellem Malz. Aufgrund seiner ungewöhnlich hellen Farbe wurde das so gebraute Bier unabhängig von der verwendeten Getreidesorte Weißbier genannt. Erst im 16. Jahrhundert verstand man darunter ein mit Weizen gebrautes Bier. Doch das Brauen mit Weizen wurde bald drastisch eingeschränkt und sogar verboten, um die Versorgung der Bevölkerung mit wertvollem Brotgetreide sicherzustellen. Dies wurde auch im 1516 geschaffenen bayrischen Reinheitsgebot festgeschrieben – nur Hopfen, Gerste, Wasser und Hefe durften zum Bierbrauen verwendet werden. Anders als heute entsprach Weizenbier damals also nicht dem Reinheitsgebot. Nur der Freiherr von Degenberger erhielt das Privileg, als einziger Braumeister mit Weizen gebrautes Bier herzustellen. Später fiel das Privileg dem bayrischen Herrscherhaus zu und die Monopolstellung füllte zusehends die Staatskasse. Erst Ende des 18. Jahrhunderts hob man das Monopol auf – hauptsächlich, weil die Nachfrage nach Weißbier durch das Aufkommen anderer Biersorten sank und es als Einnahmequelle nicht mehr lukrativ genug war. Danach geriet das Weißbier fast in Vergessenheit und spielte nur noch eine untergeordnete Rolle. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebte das Weizenbier eine Renaissance und ist heute wieder in aller Munde.

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