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Gose – modernes Bier mit historischem Background

Gose ist wohl die älteste Biersorte Deutschlands. Bereits vor einem Jahrtausend nutzten Braumeister aus Goslar das salzhaltige Wasser des Flüsschens Gose zum Brauen. Noch immer wird die Biersorte mit einer Prise Salz verbraut – die saline mineralische Note gehört neben dem feinen Korianderaroma zu den typischen Merkmalen des säuerlich erfrischenden Bierexoten. Das Bier erlebte im 19. Jahrhundert in Sachsen seine Blütezeit und geriet dann weitgehend in Vergessenheit. Das änderte sich mit dem Aufkommen der Craft Beer Bewegung – denn das Sachsenbier passt mit seinen ungewöhnlichen Inhaltsstoffen bestens zum Credo der jungen Kreativen. Craft Beer Brauer interpretieren das Traditionsbier neu und versetzen es mit kraftvollem Aromahopfen und anderen Ingredienzen.

 

Kleine Renaissance eines großen Biers

Sachsen gilt als Mutterland der Bierspezialität – besonders in Leipzig ist Gose Kult und Kulturgut zugleich. Hier schießen seit einigen Jahren Gosenschenken wie Pilze aus dem Boden. Dank junger Craft Beer Brauer tritt die Biersorte auch in Restdeutschland langsam aus ihrem Schattendasein heraus. Das Traditionsbier aus Sachsen ist der beste Beweis, dass das deutsche Reinheitsgebot nicht alles ist und es auch ganz anders geht.

 

Gose – alte Braukunst mit ungewohnten Zutaten

Aufgrund von Geschmack und Brauart gehört das ungefilterte naturtrübe Bier zu den Sauerbieren. Das mit obergärigen Hefen hergestellte Bier durchläuft neben der alkoholischen Gärung auch eine bakterielle Milchsäuregärung. Die Zugabe von biologischer Milchsäure verleiht der Biersorte den typisch säuerlichen Geschmack. Das Besondere beim Brauvorgang: Neben Weizenmalz und Hopfen werden auch Salz und Koriander eingebraut. Früher ließ man die Flaschen nach der Abfüllung offen. Mit der Zeit bildete sich ein Pfropf aus Milchsäurebakterien und Hefe. Die Biersorte gewann dadurch den frischen säuerlichen Geschmack, reicherte sich aber nur wenig mit Kohlensäure an. Auch heute kommt die offene Gärung mitunter zum Einsatz. Doch ist der Kohlensäuregehalt heute höher – das Bier verfügt über eine angenehme Reszenz, die sanft am Gaumen prickelt.

 

Der Hopfenanteil bleibt relativ niedrig, was sich unter anderem in einer geringen Bittere (8 – 15 IBU ) ausdrückt. Auch Stammwürze und Alkoholgehalt halten sich vornehm zurück. Mit einer Stammwürze von 11 % und 4 – 5 % Alkohol ist Gose eher ein Leichtgewicht in der Bierlandschaft. Auch der Kaloriengehalt macht da keine Ausnahme – nur 31 Kalorien pro 100 ml machen die Biersorte zu einem leichten Genuss.

 

Gose – erfrischender Durstlöscher mit Profil

Wenn man die Bierspezialität überhaupt mit etwas vergleichen kann, dann am ehesten mit der Berliner Weiße oder dem belgischen Geuze – auch wenn sie das Typische der Gose vermissen lassen. Das strohgelbe bis bernsteinfarbene Bier mit dem leicht zitronigen Geruch zeigt im Antrunk vor allem seine säuerlich mineralische Note. Der fruchtig trockene Eindruck wird subtil von einem feinen Korianderaroma ergänzt. Die leichte Malzsüße im Abgang bildet einen belebenden Kontrast zur frischen Säure. Der erfrischende spritzige Geschmack macht das Sauerbier zum idealen Durstlöscher.

 

Bedeutung für die Craft Beer Szene

Nicht umsonst haben Craft Beer Adepten den Bierstil für sich entdeckt. Gose bietet sich als Sauerbier zum Experimentieren mit verschiedenen Aromen und Hopfensorten geradezu an. Hier finden mitunter auch Kümmel oder rote Früchte den Weg in den Braubottich. Doch selbst beim sonst hopfenbetonten Craft Beer bleibt der Hopfenanteil bei Gose gering. Das Leipziger Bier schickt sich nun an, Amerika zu erobern – denn sein guter Ruf hat sich bis in die Craft Beer Szene in den USA und Kanada herumgesprochen. So konnte Gose deutscher Brauer bei den World Beer Awards und beim Great American Beer Festival bereits zahlreiche Preise abräumen.

Zwar wird das Sachsenbier nur noch vereinzelt in den traditionellen langhalsigen Flaschen abgefüllt – doch der Inhalt bleibt der gleiche. Genossen wird Gose am besten aus Stängelgläsern bei einer Temperatur von 8 – 10 Grad. Wohl bekomm's, oder wie man in Sachsen sagt: Goseanna!

Gose ist wohl die älteste Biersorte Deutschlands. Bereits vor einem Jahrtausend nutzten Braumeister aus Goslar das salzhaltige Wasser des Flüsschens Gose zum Brauen. Noch immer wird die Biersorte... mehr erfahren »
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Gose – modernes Bier mit historischem Background

Gose ist wohl die älteste Biersorte Deutschlands. Bereits vor einem Jahrtausend nutzten Braumeister aus Goslar das salzhaltige Wasser des Flüsschens Gose zum Brauen. Noch immer wird die Biersorte mit einer Prise Salz verbraut – die saline mineralische Note gehört neben dem feinen Korianderaroma zu den typischen Merkmalen des säuerlich erfrischenden Bierexoten. Das Bier erlebte im 19. Jahrhundert in Sachsen seine Blütezeit und geriet dann weitgehend in Vergessenheit. Das änderte sich mit dem Aufkommen der Craft Beer Bewegung – denn das Sachsenbier passt mit seinen ungewöhnlichen Inhaltsstoffen bestens zum Credo der jungen Kreativen. Craft Beer Brauer interpretieren das Traditionsbier neu und versetzen es mit kraftvollem Aromahopfen und anderen Ingredienzen.

 

Kleine Renaissance eines großen Biers

Sachsen gilt als Mutterland der Bierspezialität – besonders in Leipzig ist Gose Kult und Kulturgut zugleich. Hier schießen seit einigen Jahren Gosenschenken wie Pilze aus dem Boden. Dank junger Craft Beer Brauer tritt die Biersorte auch in Restdeutschland langsam aus ihrem Schattendasein heraus. Das Traditionsbier aus Sachsen ist der beste Beweis, dass das deutsche Reinheitsgebot nicht alles ist und es auch ganz anders geht.

 

Gose – alte Braukunst mit ungewohnten Zutaten

Aufgrund von Geschmack und Brauart gehört das ungefilterte naturtrübe Bier zu den Sauerbieren. Das mit obergärigen Hefen hergestellte Bier durchläuft neben der alkoholischen Gärung auch eine bakterielle Milchsäuregärung. Die Zugabe von biologischer Milchsäure verleiht der Biersorte den typisch säuerlichen Geschmack. Das Besondere beim Brauvorgang: Neben Weizenmalz und Hopfen werden auch Salz und Koriander eingebraut. Früher ließ man die Flaschen nach der Abfüllung offen. Mit der Zeit bildete sich ein Pfropf aus Milchsäurebakterien und Hefe. Die Biersorte gewann dadurch den frischen säuerlichen Geschmack, reicherte sich aber nur wenig mit Kohlensäure an. Auch heute kommt die offene Gärung mitunter zum Einsatz. Doch ist der Kohlensäuregehalt heute höher – das Bier verfügt über eine angenehme Reszenz, die sanft am Gaumen prickelt.

 

Der Hopfenanteil bleibt relativ niedrig, was sich unter anderem in einer geringen Bittere (8 – 15 IBU ) ausdrückt. Auch Stammwürze und Alkoholgehalt halten sich vornehm zurück. Mit einer Stammwürze von 11 % und 4 – 5 % Alkohol ist Gose eher ein Leichtgewicht in der Bierlandschaft. Auch der Kaloriengehalt macht da keine Ausnahme – nur 31 Kalorien pro 100 ml machen die Biersorte zu einem leichten Genuss.

 

Gose – erfrischender Durstlöscher mit Profil

Wenn man die Bierspezialität überhaupt mit etwas vergleichen kann, dann am ehesten mit der Berliner Weiße oder dem belgischen Geuze – auch wenn sie das Typische der Gose vermissen lassen. Das strohgelbe bis bernsteinfarbene Bier mit dem leicht zitronigen Geruch zeigt im Antrunk vor allem seine säuerlich mineralische Note. Der fruchtig trockene Eindruck wird subtil von einem feinen Korianderaroma ergänzt. Die leichte Malzsüße im Abgang bildet einen belebenden Kontrast zur frischen Säure. Der erfrischende spritzige Geschmack macht das Sauerbier zum idealen Durstlöscher.

 

Bedeutung für die Craft Beer Szene

Nicht umsonst haben Craft Beer Adepten den Bierstil für sich entdeckt. Gose bietet sich als Sauerbier zum Experimentieren mit verschiedenen Aromen und Hopfensorten geradezu an. Hier finden mitunter auch Kümmel oder rote Früchte den Weg in den Braubottich. Doch selbst beim sonst hopfenbetonten Craft Beer bleibt der Hopfenanteil bei Gose gering. Das Leipziger Bier schickt sich nun an, Amerika zu erobern – denn sein guter Ruf hat sich bis in die Craft Beer Szene in den USA und Kanada herumgesprochen. So konnte Gose deutscher Brauer bei den World Beer Awards und beim Great American Beer Festival bereits zahlreiche Preise abräumen.

Zwar wird das Sachsenbier nur noch vereinzelt in den traditionellen langhalsigen Flaschen abgefüllt – doch der Inhalt bleibt der gleiche. Genossen wird Gose am besten aus Stängelgläsern bei einer Temperatur von 8 – 10 Grad. Wohl bekomm's, oder wie man in Sachsen sagt: Goseanna!

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